Ein 69-jähriger Mann aus Niedersachsen wurde im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. am 23. Februar 2026 vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, an einem groß angelegten Anlagebetrug beteiligt zu sein. Ein 60-jähriger Geschädigter wurde über Monate hinweg durch falsche Versprechungen zur Zahlung hoher Geldbeträge verleitet. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.
Anlagebetrug im fünfstelligen Eurobereich
Bereits im Mai 2025 hatte der Geschädigte eine Anzeige erstattet, nachdem er auf betrügerische Angebote hereingefallen war und eine Summe im unteren fünfstelligen Eurobereich überwiesen hatte. Rund drei Monate nach der Anzeige wurde er erneut von unbekannten Tätern kontaktiert, die ihm vorgaukelten, dass „Servicegebühren“ für eine Auszahlung zu entrichten seien. Per E-Mail forderten sogenannte „Broker“ in den folgenden Monaten Zahlungen über insgesamt mehr als 300.000 Euro, die der Geschädigte auf maltesische Konten überwies.
Einschreiten der Polizei verhindert weiteren Betrug
Im Februar 2026 meldete der Geschädigte, dass sowohl ein Mann als auch eine Frau seine Wohnadresse aufgesucht hatten. Diese gaben vor, im Auftrag eines vermeintlichen Anlageberaters zu handeln. Angehörige des Geschädigten wiesen beide Personen ab. Am 23. Februar 2026 informierte der Geschädigte die Polizei erneut, als ein angeblicher „Vertreter“ wieder bei ihm erschien. Dank des beherzten Eingreifens des 60-Jährigen konnte die Polizei den 69-jährigen deutschen Tatverdächtigen vor Ort festnehmen.
Ermittlungen und Präventionstipps der Polizei
Der Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst freigelassen. Die Kriminalpolizei Regensburg führt die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth fort. Um Betrugsversuche wie diesen zu erkennen und sich zu schützen, empfiehlt die Oberpfälzer Polizei folgende Maßnahmen:
- Misstrauen Sie unerwarteten Kontakten von „Brokern“ oder „Vertretern“, die hohe Gewinne versprechen.
- Überweisen Sie niemals Geld für angebliche „Servicegebühren“ oder ähnliche Forderungen.
- Achten Sie darauf, dass seriöse Firmen keine Auslandsüberweisungen auf Privatkonten fordern.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und holen Sie bei Unsicherheiten eine zweite Meinung ein.
- Melden Sie verdächtige Kontakte umgehend der Polizei und erstatten Sie Anzeige.

