Das Jahr 2024 endete für den Zoo Augsburg leider alles andere als positiv, und die Folgen der damaligen Ereignisse sind auch im Jahr 2025 noch spürbar. Trotz der Herausforderungen bleibt der Zoo optimistisch und arbeitet mit großem Einsatz daran, Lösungen zu finden und auch in diesem Jahr für seine Besucherinnen und Besucher eine besondere Tierwelt erlebbar zu machen. Umfassende Informationen und Hintergründe erhalten Sie in der neuesten Ausgabe von „Zoo Augsburg aktuell“. In den kommenden Monaten wird der Zoo Augsburg zudem einen Vortrag zum Thema Zoos und Nachhaltigkeit anbieten, der für Interessierte spannende Einblicke in die Herausforderungen und Lösungen im Bereich Artenschutz liefert. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Wichtigkeit nachhaltiger Praktiken in zoologischen Einrichtungen zu schärfen und die Besucher aktiv in die Diskussion einzubeziehen. Solche Initiativen sind Teil der umfassenden Strategie, die auch den Tierschutz und die Bildung unserer Gäste in den Fokus stellt.
Die jungen Wilden
Im Zoo Augsburg hat die Schlupfsaison begonnen und sorgt für Begeisterung: Zwei Krauskopf- und zwei Rosa Pelikanküken sind bereits geschlüpft und entwickeln sich prächtig. Auch bei den Säugetieren und Reptilien gibt es Grund zur Freude – ein junger Pavian und zwei Malachit-Stachelleguane haben das Licht der Welt erblickt.
Der süße Nachwuchs zieht bereits die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich und ist ein echtes Highlight für Tierfreunde.
Die Neuzugänge
Während der „staden Zeit“ im Winter gibt es im Zoo Augsburg naturgemäß wenig Bewegung im Tierbestand. Insbesondere im Vogelbereich wurden keine Neuzugänge verzeichnet.

Dennoch gab es eine kleine Ausnahme: Von einem privaten Halter wurden vier asiatische Hausgeckos übernommen. Die Neuankömmlinge haben sich bereits in ihrer neuen Umgebung eingelebt und erweitern nun die Reptilien-Abteilung des Zoo Augsburg. Ein stiller, aber spannender Neuzugang für alle Freunde exotischer Tiere!
Die Abgänge
Auch bei den Tierabgaben bleibt es im Zoo Augsburg während der ruhigen Winterzeit still. Wie bereits erwähnt, ist die „stade Zeit“ naturgemäß von wenigen Tierbewegungen geprägt, sodass es aktuell in diesem Bereich nichts zu vermelden gibt. In dieser ruhigen Phase wird jedoch an verschiedenen Projekten gearbeitet, um die Lebensbedingungen der Tiere weiter zu verbessern. Neueste Entwicklungen im Zoo Augsburg betreffen unter anderem die Planung eines neuen Geheges, das den Besuchern eine bessere Aussicht auf die Tiere bieten soll. Zudem wird an innovativen Bildungsprogrammen gearbeitet, die die faszinierende Tierwelt einem breiteren Publikum näherbringen.
Die Konzentration liegt weiterhin auf der Pflege der Tiere und den Vorbereitungen für das kommende Frühjahr.
Die Trauerfälle
Die letzten beiden Daghestanischen Turen, die aufgrund ihres Alters nicht mehr abgegeben werden konnten, wurden geschlachtet.
Galerie | Ein tierischer Winterspaziergang – Ein Besuch im Zoo Augsburg
Tragischer Verlust bei den Nachtaffen
Für eine Schrecksekunde sorgte ein tragischer Vorfall bei den Nachtaffen: Das Zuchtweibchen stürzte aus unerklärlichen Gründen ab und verstarb kurz darauf. Eine Obduktion soll klären, wie es zu diesem tödlichen Absturz kam, da Affen normalerweise auch größere Stürze gut überstehen.

Das einmonatige Jungtier, das vom Vater getragen wurde, blieb bei dem Unfall unverletzt. Da die Milchquelle durch den Verlust der Mutter wegfiel, bot das Team dem Nachwuchs eine Mischung aus Babybrei und Säuglingsmilch an. Glücklicherweise scheint sich das Jungtier gut an die neue Situation anzupassen: „Es ist quietschvergnügt und wurde bereits beim Essen von Obst beobachtet.“, heißt es aus dem Zoo Augsburg
Verluste im Vogelbestand
Im Vogelbestand mussten leider Verluste verzeichnet werden: Drei Brautenten, zwei Brandgänse, eine Mandarinente und ein Säbelschnäbler verstarben.
Sanierungsarbeiten im Zoo Augsburg | Takin-Anlage vorübergehend nicht zugänglich
Herausforderungen durch Vogelgrippe und Maul- und Klauenseuche
Ein großer Schock traf das Team, als bei drei verstorbenen Vögeln das AI-Virus (Vogelgrippe) nachgewiesen wurde. Angesichts der vielen Wildvögel in und um den Zoo war ein solcher Vorfall zwar nicht ausgeschlossen, dennoch sorgte die Diagnose für Alarmbereitschaft. Nach Absprache mit den zuständigen Behörden wurden umgehend alle notwendigen Maßnahmen umgesetzt:
- Aufstallung der Vögel, um weitere Kontakte zu Wildvögeln zu vermeiden.
- Zusätzliche Tests bei etwa 150 Vögeln im Bestand.
- Absperrung betroffener Bereiche und Information der Besucher.
Glücklicherweise ergaben die Tests keine weiteren Infektionen, abgesehen von einer Moorente in der betroffenen Voliere. Erfreulicherweise hat sich diese Moorente inzwischen vollständig erholt. Wenn keine weiteren Fälle auftreten, können die Maßnahmen voraussichtlich bis Ende des Monats aufgehoben werden.
Neue Gefahr: Maul- und Klauenseuche
Kaum ist die Vogelgrippe unter Kontrolle, bahnt sich die nächste Bedrohung an: die Maul- und Klauenseuche (MKS). Die daraus resultierenden Einschränkungen führen dazu, dass Tiertransporte von empfänglichen Arten vorerst nicht erlaubt sind. Dies betrifft unter anderem die Steinböcke, die eigentlich bis Mitte Januar abgegeben werden sollten.
Der Zoo Augsburg arbeitet weiterhin eng mit den Behörden zusammen, um sowohl den Tieren als auch den Besuchern einen sicheren und geschützten Aufenthalt zu gewährleisten. Zusätzlich verfolgt der Zoo Augsburg innovative Konzepte, die die Zukunft der Tierhaltung im Zoo mit einbeziehen. Durch wissenschaftliche Forschung und den Austausch mit anderen Institutionen wird angestrebt, artgerechte Lebensbedingungen zu schaffen und das Wohlbefinden der Tiere zu verbessern. Diese Maßnahmen kommen nicht nur den Tieren zugute, sondern tragen auch zur Sensibilisierung der Besucher für den Schutz der Tierwelt bei. In den Wintermonaten kann es jedoch vorkommen, dass der Zugang zum Zoo aufgrund Glatteis gesperrt ist, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. In solchen Fällen informiert der Zoo Augsburg die Öffentlichkeit rechtzeitig über alternative Möglichkeiten, die Tierwelt virtuell zu erleben. Zudem werden spezielle Programme entwickelt, um die Tierhaltung und den Artenschutz auch in Zeiten der Schließung bekannt zu machen.





