Allensbach-Analyse: Debatte über Teilzeit ging an Sache vorbei

Die zu Jahresbeginn von Politikern der Union angezettelte Debatte über „Lifestyle-Teilzeit“ geht weitgehend an den Interessen von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern vorbei. Das wird durch eine Allensbach-Umfrage für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstag) untermauert.

Junge Leute im Sommer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

90 Prozent derer, die in Teilzeit arbeiten, haben sich demnach ohnehin mit ihrem Arbeitgeber geeinigt, nur 2 Prozent mussten sich gegen seinen Willen durchsetzen, indem sie ihr Recht auf Teilzeit in Anspruch nahmen. Dass es bei der Debatte nur um das Recht für diese wenigen ging, hat nur knapp ein Drittel der Befragten verstanden; 39 Prozent dachten, es gehe um alle Arbeitnehmer, ein weiteres Drittel blieb unentschieden.

Insgesamt sind die Gründe für Teilzeitbeschäftigungen vielschichtig. Sie reichen laut Befragung (Mehrfachnennung möglich) von Sorgen vor Überlastung (40 Prozent), den Anforderungen der Kinderbetreuung und -erziehung (27 Prozent) und der Pflege von Angehörigen (14 Prozent) über gesundheitliche Einschränkungen (23 Prozent) bis zu Vorgaben des Arbeitgebers (9 Prozent).

Immerhin knapp jeder dritte Teilzeitbeschäftigte nennt als Grund den Wunsch nach ausreichend frei verfügbarer Zeit für private Hobbys und Freunde (31 Prozent), jeder vierte, dass die Teilzeitbeschäftigung keine finanziellen Einschränkungen bedeutet (24 Prozent). „Das sind wohl die Motive, auf welche die verunglückte Debatte über „Lifestyle-Teilzeit“ abzielte“, heißt es in der Allensbach-Analyse.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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