Am Dienstag, den 10. Februar 2026, ereignete sich auf der B15n bei Hohenthann im Landkreis Landshut ein spektakulärer Zwischenfall, als ein Autofahrer die Anhaltesignale einer Polizeistreife ignorierte und in die Flucht schlug. Die Verfolgung durch die zivile Polizeieinheit endete in einem folgenschweren Unfall in Andermannsdorf.
Flucht und Verfolgungsjagd über mehrere Ortschaften
Gegen 18:30 Uhr fiel den zivilen Ermittlern ein Fahrzeug ins Auge, bei dem der Verdacht auf Diebstahl bestand. Der 22-jährige deutsche Fahrer, der alleine im Fahrzeug unterwegs war, entzog sich der geplanten Kontrolle und floh mit hoher Geschwindigkeit. Die Verfolgungsjagd erstreckte sich von Neufahrn i.NB über Ergoldsbach bis nach Andermannsdorf. Dort übersah der Flüchtige beim Einfahren in eine Einmündung das Fahrzeug eines Ehepaars, das auf der vorfahrtsberechtigten Straße unterwegs war, und es kam zur Kollision.
Unfall mit Verletzten und hohem Sachschaden
Der Unfallverursacher erlitt schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der 57-jährige Fahrer des anderen Wagens und seine 55-jährige Frau wurden leicht verletzt; auch sie wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt, der Gesamtschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt.
Ermittlungen und Aufrufe der Polizei
Der Bereich um den Unfallort wurde zur Unfallaufnahme durch die Feuerwehr gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Landshut hat ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet. Die weiteren Ermittlungen zum Hintergrund der Flucht führt die Polizei Kelheim. Erste Erkenntnisse ergaben, dass der junge Mann ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war und gestohlene Kennzeichen verwendete.
Zeugen, die die Verfolgung beobachteten oder durch das Verhalten des flüchtigen Audi-Fahrers selbst gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kelheim unter 09441/5042-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

