Bayernweiter Blitzmarathon: Polizei Schwaben Süd/West stellt 554 Geschwindigkeitsverstöße fest

Von Mittwoch, den 15. April 2026, bis Donnerstag, den 16. April 2026, fand der 13. bayernweite „24h-Blitzmarathon“ statt. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden dabei 554 Fahrzeugführerinnen und -führer beanstandet. Der negative Spitzenreiter überschritt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 63 km/h.

Intensive Kontrollen mit 260 Beamtinnen und Beamten

Während der 24 Stunden waren rund 260 Beamtinnen und Beamte an 118 Messstellen im Einsatz. Insgesamt passierten etwa 28.419 Fahrzeuge diese Kontrollen. Trotz frühzeitiger Ankündigung des Blitzmarathons wurden 554 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, was eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, als 537 Verstöße registriert wurden.

Viele Verwarnungen, Bußgelder und Fahrverbote

Die Geschwindigkeitskontrollen erfolgten sowohl mit stationären Anlagen als auch mit Hand-Lasermessgeräten, wobei einige Verkehrssünder direkt gestoppt wurden. Ein Großteil der Übertretungen wurde mit Verwarnungsgeld geahndet, während andere Verstöße Bußgeldanzeigen oder Fahrverbote nach sich zogen.

Fall eines drastischen Geschwindigkeitsüberschreiters

In Dirlewang bei der Polizeiinspektion Mindelheim wurde ein 45-jähriger Mann auf der B16 nach Überholen eines Lkw mit 163 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen. Nach Abzug der Toleranz ergibt sich eine Überschreitung von 58 km/h. Der Bußgeldkatalog sieht für diesen Verstoß ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Mindestbußgeld von 480 Euro vor. Bei vorsätzlichem Handeln kann sich die Geldbuße verdoppeln.

Michael Haber, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, äußert sich zum Vorfall: „Die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang ist mit 47 Prozent nicht angepasste Geschwindigkeit. Geschwindigkeitskontrollen dienen dem Schutz aller Verkehrsteilnehmenden. Das gilt gleichermaßen innerorts, auf der Autobahn und insbesondere auf Landstraßen, wo hohe Geschwindigkeiten häufig schwerwiegende Folgen haben. Ich appelliere an alle Verkehrsteilnehmenden: Halten Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit ein, das rettet Leben.“

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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