Bedrohung mit Messer und Anzeigen wegen Körperverletzung in Neuperlach

Am Donnerstag, den 5. März 2026, kam es in Neuperlach zu einem bedrohlichen Zwischenfall nahe einer Sportanlage in der Carl-Wery-Straße. Gegen 18:00 Uhr wurden zwei Münchner Anwohner, ein 56-jähriger Deutscher und ein 45-jähriger Türke, auf einen 57-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz aufmerksam, der an der Anlage Fotos machte. Im Glauben, es könnten Bilder von Kindern sein, sprachen sie ihn an.

Handgemenge eskaliert

Der 57-Jährige reagierte aggressiv und es entwickelte sich ein Handgemenge, bei dem der Mann Verletzungen erlitt und seine Jacke beschädigt wurde. Er entfernte sich anschließend vom Ort des Geschehens, jedoch folgten ihm seine Kontrahenten. In der Nähe zog der Wohnsitzlose ein Klappmesser und bedrohte die beiden Männer, woraufhin diese die Polizei alarmierten.

Polizeieinsatz und Anzeigen

Die Polizei traf vor Ort auf den 57-Jährigen, fand das Messer und beschlagnahmte es. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Bedrohung gestellt. Die beiden anderen Beteiligten erhielten Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Hintergründe der Fotoaufnahmen werden weiterhin vom Kommissariat 26 untersucht.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am gleichen Tag um 11:20 Uhr in einem Mehrfamilienhaus am Stiftsbogen in Hadern. Eine 53-jährige Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit sorgte für einen größeren Polizeieinsatz, als sie mit einem pistolenähnlichen Gegenstand im Treppenhaus gesehen wurde.

Verstoß gegen das Waffengesetz

Polizisten fanden bei der Frau eine Reizgaspistole, eine Reizgaskartusche und Pfeffersprays, die beschlagnahmt wurden. Obwohl sie auf die Einsatzkräfte psychisch auffällig wirkte, sah das Gesundheitsreferat keinen Grund für eine psychiatrische Unterbringung. Nach Belehrung durch die Polizei wurde sie entlassen. Gegen sie wird nun wegen Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt, was das Kommissariat 25 übernommen hat.

Am selben Abend gegen 18:00 Uhr wurde in Bogenhausen eine über 80-jährige Münchnerin Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Ein Unbekannter gab sich als Lebensgefährte ihrer Enkelin aus und behauptete, diese hätte einen tödlichen Unfall verursacht, für den eine Kaution fällig wäre. Da kein Bargeld vorhanden war, wurden Schmuckgegenstände von mittlerem fünfstelligem Wert gefordert und an einen Abholer übergeben.

Fahndung nach Betrüger

Der Betrug fiel der Seniorin erst nach einem Gespräch mit einem Familienmitglied auf, woraufhin die Polizei verständigt wurde. Der Abholer wird als etwa 185 cm groß, 30-40 Jahre alt mit dunklen Haaren, schwarzer Kleidung und schwarzer Wollmütze beschrieben. Die Polizei in München bittet um Hinweise von Zeugen, die zwischen 19:00 und 21:00 Uhr im Bereich Rennbahnstraße, Kunihohstraße und Daglfinger Straße Beobachtungen gemacht haben könnten. Das Kommissariat 61 führt die Ermittlungen.

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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