Betrüger haben am vergangenen Montag in Vaterstetten eine 89-jährige Rentnerin um Bargeld und Schmuck im Wert von über 50.000 Euro gebracht. Die Täter nutzten einen sogenannten Schockanruf, um das Vertrauen der Seniorin zu gewinnen. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen aufgenommen.
Betrüger täuschen Verkehrsunfall vor
Der Vorfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr, als die Rentnerin einen Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin des Amtsgerichtes erhielt. Die Anruferin erklärte ihr, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe und eine Kaution zur Vermeidung einer Inhaftierung notwendig sei. Mit dieser Geschichte brachte die Betrügerin die Seniorin dazu, ihre Wertsachen herauszugeben.
Unbekannter Mann holt Beute ab
Die Übergabe der Beute erfolgte an der Wohnadresse der Seniorin im Nordosten von Vaterstetten. Ein etwa 35-jähriger, dunkel gekleideter Mann nahm das Bargeld und den Schmuck entgegen.
Polizei gibt wichtige Sicherheitstipps
Die Kriminalpolizei rät dringend dazu, Telefongespräche sofort zu beenden, wenn Unsicherheiten über die Identität des Anrufers bestehen oder ein Gefühl des Drucks entsteht. Betrüger rufen oft unter der Nummer 110 an, die Polizei selbst tut dies jedoch nicht. Bürger sollten die Nummer 110 selbst wählen, aber niemals die Rückruftaste verwenden.
Zudem wird geraten, nie über persönliche oder finanzielle Verhältnisse am Telefon zu sprechen und kein Geld an unbekannte Personen zu übergeben. Im Zweifelsfall sollte sofort die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden oder eine Vertrauensperson hinzugezogen werden.
Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände für ihre Ermittlungen an. Angehörige sollten ebenfalls über die Methode des Schockanrufs informiert und gewarnt werden.
Zusätzliche Informationen zum Thema Schockanruf und Betrug sind auf den Internetseiten der Präventionskampagne LEG AUF! zu finden.




