Trotz des Einsatzes von Pfefferspray gelang es den Beamten nicht, die Angreiferin zu stoppen. In einer ausweglosen Lage sahen sich die Polizisten gezwungen, von ihrer Schusswaffe Gebrauch zu machen. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen und verstarb noch am Tatort, obwohl die Beamten sofort nach dem Schuss mit Reanimationsmaßnahmen begannen. Andreas Franken, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums München, bestätigte, dass die schnelle Erste Hilfe leider erfolglos blieb.
Die Ermittlungen wurden von der Münchner Mordkommission in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt übernommen. „Es ist tatsächlich so, dass man hier, insbesondere wenn man im öffentlichen Raum ist, dann schon in einer Ausnahmesituation sein muss, um von der Schusswaffe Gebrauch zu machen“, erklärte Andreas Franken. Die genauen Umstände, die zu diesem tödlichen Einsatz führten, werden nun intensiv untersucht. Dabei wird geprüft, ob alternative Maßnahmen hätten ergriffen werden können und wie es letztlich zur Anwendung der Schusswaffe kam.
Unabhängige Zeugen wurden bereits befragt, und die Spurensicherung hat ihre Arbeit aufgenommen, um den Ablauf des Geschehens genau zu rekonstruieren und die Positionen der Beteiligten festzustellen.
Auch die Staatsanwaltschaft und die Rechtsmedizin sind in die Untersuchungen eingebunden, um eine objektive und umfassende Aufklärung des Vorfalls sicherzustellen. Derzeit liegen jedoch noch keine weiteren Details vor.