Der FC Augsburg konnte auch das zweite Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen in dieser Saison für sich entscheiden. Gegen starke Rheinländer sicherte sich der FCA durch einen Elfmetertreffer von Rieder in der Nachspielzeit und dank eines herausragenden Torhüters Finn Dahmen drei wichtige Punkte. Der Klassenerhalt dürfte nun nur noch rechnerisch in Gefahr bestehen.
Am Samstagnachmittag spielte der FC Augsburg im Gedenken an den am Donnerstag verstorbenen Ex-Keeper Alexander Manninger mit Trauerflor in Leverkusen. Um nicht erneut ohne Erfolgserlebnis die Heimreise antreten zu müssen, war im Vergleich zu den Vorwochen eine deutliche Leistungssteigerung nötig.
Nach fünf Spielen ohne Sieg musste man beim zuletzt formverbesserten Champions-League-Anwärter zunächst einen Rückstand hinnehmen. Nach ordentlichen Anfangsminuten hielt die Null nicht lange: Nach einer starken Flanke von Tapsoba köpfte der nur unzureichend von Fellhauer bedrängte Schick den Ball ins Netz (12.).
Schnelle Antwort des FCA
Augsburg reagierte jedoch prompt. Ein schneller Angriff wurde zunächst zur Ecke geklärt, doch im Anschluss fiel der Ausgleich. Der Ball landete bei Giannoulis am linken Strafraumeck, der für Rieder auflegte. Der Schweizer Nationalspieler jagte den Ball über den verdutzten Flekken hinweg zum 1:1 ins Tor (15.). Es war der erste Torschuss der Fuggerstädter in dieser Partie.
Die Rheinländer bestimmten danach mit rund 70 Prozent Ballbesitz das Spielgeschehen. Chancen von Ribeiro (43.) sowie Schick im Nachschuss (45.+1) blieben jedoch ungenutzt.
Dahmen ragt heraus
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Augsburg offensiv aktiver, Leverkusen blieb jedoch das dominantere Team – allerdings ohne die ganz große Durchschlagskraft. Die gefährlichsten Situationen entschärfte der starke Dahmen souverän.
So auch in der 74. Minute, als ein Ball gefährlich durch den Strafraum rollte, jedoch keinen Abnehmer fand. Insgesamt verzeichneten die Gastgeber ein deutliches Chancenplus, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Glück und Moral in der Schlussphase
Fünf Minuten vor dem Ende hatte der FCA zudem Glück: Zesiger bekam den Ball im Strafraum an den Arm, doch Schiedsrichter Brand nahm den zunächst gegebenen Elfmeter nach VAR-Überprüfung zurück – der Arm war angelegt.
In der Nachspielzeit hätte Augsburg die Partie sogar komplett drehen können, doch Flekken parierte stark gegen den eingewechselten Angreifer (90.+1). Noch war die Partie aber nicht vorbei. In der Nachspielzeit Culbreath foulte Ogundu im Straraum, Rieder knallte den Ball zum 2:1 für Rot-grün-weiß in die Maschen (90. 7.).
Wichtiger Punkt im Abstiegskampf
Am Ende sicherte sich der FC Augsburg trotz klarer Unterlegenheit einen möglicherweise entscheidenden Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 36 Zählern und einem Vorsprung von 10 Punkten auf den Relegationsplatz ist ihnen Ligaverbleib wohl nur noch rechnerisch zu nehmen. Damit ist die eigene Sieglos-Serie beendet. Zumindest über Nacht und vor dem Heimspiel gegen Frankfurt auf Rang 9.
Mit Finn Dahmen hatte Augsburg heute seinen besten Mann auf dem Platz – und Alexander Manninger hätte diese Leistung sicher gefallen.
Bayer 04 Leverkusen: Flekken – Quansah (72. Kofane), Badé, Tapsoba – Vazquez (65. Culbreath), Aleix Garcia, Palacios (81. Tillman), Grimaldo, Maza, Tella (81. Hofmann)- Schick
FC Augsburg: Dahmen – Arthur Chaves, Gouweleeuw, Zesiger – Fellhauer (81 Wolf), Massengo, Rieder, Giannoulis, Kade (81 Kömür), Claude-Maurice (60. Rexhbecaj) – Ribeiro (75. Ogundu)
Tore: 1:0 Schick (12.), 1:1 Rieder (15.), 1:2 Rieder (90. + 7/FE)
Gelbe Karten: Quansah Garcia | Rieder,
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Schwebheim)Die





