Ingolstadt – Ein versuchter Telefonbetrug führte am Sonntag zur Festnahme eines 40-jährigen Mannes. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen, um mögliche Verbindungen zu weiteren Taten zu klären.
Versuchter Betrug an 78-Jähriger vereitelt
Gegen 10:00 Uhr erhielt eine 78-jährige Frau in einem Wohnheim einen Anruf von Unbekannten. Diese versuchten mit der üblichen Betrugsmasche, in der eine Kaution zur Vermeidung der Inhaftierung eines Angehörigen gefordert wird, Bargeld zu erlangen. Dank eines aufmerksamen Mitbewohners, der die Polizei informierte, konnte der bereits vor Ort wartende Abholer festgenommen werden.
Festgenommener Tatverdächtiger in Haft
Der Tatverdächtige, ein 40-jähriger ukrainischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Tschechien, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die Kriminalpolizei Ingolstadt untersucht zudem eine ähnliche Tat vom vergangenen Donnerstag. Dabei wurde eine 68-jährige Frau aus Ingolstadt zur Übergabe von über 9.000 Euro überredet.
Russischsprachige Betrugsmasche aufgedeckt
In beiden Fällen wurde die Kommunikation strategisch in russischer Sprache, der Muttersprache der Opfer, geführt.
Die Kriminalpolizei rät:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie unsicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft nie unter der Notrufnummer 110 an. Bei Unsicherheiten wählen Sie die 110, aber nicht über die Rückruftaste!
- Kontaktieren Sie den betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer.
- Sprechen Sie nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse am Telefon.
- Übergeben Sie kein Geld an Unbekannte.
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie die Polizei über Notruf 110.
- Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände zur Durchführung von Ermittlungen.
- Informieren Sie Angehörige über diese Betrugsmasche und warnen Sie sie.
Weitere Informationen zu Schockanrufen und Betrug über Messengerdienste finden Sie auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!





