In der Nacht auf Mittwoch, den 27. November 2024, wurde in Bayreuth ein Geldautomat der Commerzbank mit Sprengstoff zerstört. Die Tat ereignete sich gegen 2:35 Uhr am Festspielhügel 1, in unmittelbarer Nähe des weltberühmten Bayreuther Festspielhauses.
Der freistehende Automat wurde durch die Explosion erheblich beschädigt. Die bislang unbekannten Täter flüchteten in einem dunklen Pkw in unbekannte Richtung. Ob sie dabei Bargeld erbeuteten, ist derzeit noch unklar.
Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) hat die Ermittlungen übernommen. Experten des Kriminaltechnischen Instituts (KTI) des BLKA in München werden den verwendeten Sprengstoff in den kommenden Tagen genauer analysieren. Ziel ist es, Rückschlüsse auf die Täter und ihre Vorgehensweise zu ziehen.
Polizei bittet um Mithilfe
Die Ermittler richten sich mit einem Zeugenaufruf an die Bevölkerung:
- Wem sind in der Nacht im Bereich des Festspielhügels in Bayreuth verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen?
- Wer hat im Vorfeld der Tat in der Umgebung etwas Ungewöhnliches bemerkt, das mit der Sprengung in Zusammenhang stehen könnte?
- Wer kann Hinweise zu den Tätern, deren Aufenthaltsort oder dem Fluchtfahrzeug geben?
Hinweise nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 089 / 1212 – 0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Die Polizei weist darauf hin, dass solche Sprengungen nicht nur erheblichen Sachschaden verursachen, sondern auch Menschenleben gefährden können. Glücklicherweise wurde in diesem Fall niemand verletzt.
Hintergrund
Die Sprengung von Geldautomaten ist in den letzten Jahren zu einem ernsten Problem geworden. Tätergruppen agieren oft hochprofessionell und fliehen in leistungsstarken Fahrzeugen, was eine rasche Fahndung erschwert. In vielen Fällen stammt die Technik zur Sprengung aus dem Ausland, besonders den Niederlanden, wo solche Taten ebenfalls häufig vorkommen.
Die Behörden hoffen nun auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung, um die Täter schnell zu fassen.


