Am Mittwoch, den 15. April 2026, führte das Hauptzollamt München in Zusammenarbeit mit der Münchner Polizei eine großangelegte Kontrollaktion im Südlichen Bahnhofsviertel durch. Zwischen 17:00 und 24:00 Uhr waren über 100 Zollbeamte und mehr als 400 Polizeibeamte, darunter Unterstützung von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, im Einsatz. Auch die Feuerwehr und die Lebensmittelüberwachung der Landeshauptstadt München waren beteiligt.
Verkehrsbeeinträchtigungen in der Landwehrstraße
Durch die Maßnahmen kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen, da die Landwehrstraße von der Sonnenstraße bis zum St.-Pauls-Platz teilweise gesperrt werden musste. Dies geschah im Rahmen von Prüfungen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung in verschiedenen Gewerbebetrieben.
Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Visier
Insgesamt wurden rund 80 Gewerbebetriebe wie Friseursalons, An- und Verkaufsgeschäfte und Shisha-Bars geprüft. Dabei führte man über 200 Personenbefragungen durch. Festgestellt wurden 23 Verstöße gegen Mindestlohnbestimmungen, 21 Fälle von Beitragsvorenthaltungen und 28 Fälle illegaler Beschäftigung. In über 85 weiteren Fällen wird derzeit noch geprüft, ob Verstöße vorliegen.
Illegale Substanzen und sicherheitsrelevante Funde
Bei den Kontrollen entdeckte der Zoll Betäubungsmittel, unversteuerte Zigaretten sowie illegalen Wasserpfeifentabak, die sichergestellt wurden. Zudem meldete die Polizei Verstöße gegen das Waffengesetz, das Aufenthaltsgesetz und das Betäubungsmittelgesetz. Zwei Verdächtige wurden wegen Kokainhandels angezeigt und in Gewahrsam genommen. Weiterhin wurden größere Mengen Khat und über 2 kg Marihuana gefunden, verbunden mit einer Anzeige gegen einen Verdächtigen.
Weitere Festnahmen und beschlagnahmtes Bargeld
Im Zuge der Kontrollen wurden drei per Haftbefehl gesuchte Personen gefasst. Mehrere tausend Euro Bargeld wurden wegen des Verdachts auf Geldwäsche beschlagnahmt. Die Feuerwehr stellte über 50 Verstöße gegen Brandschutzvorgaben fest, während die Lebensmittelüberwachung Verstöße gegen das Tabakerzeugnisgesetz und die Hygieneverordnung aufdeckte.





