Hessing Kliniken stellen sich neu auf – Stiftung investiert 35 Millionen Euro in die Zukunft

Trotz der allgemeinen Krise im Gesundheitswesen will die Hessing Stiftung in den kommenden Jahren rund 35 Millionen Euro in ihre Zukunft investieren und so ihr Angebot für Patientinnen und Patienten weiter ausbauen und verbessern.

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Direktor der Hessing Stiftung, Roland J. Kottke und der Leiter der Hessing Kliniken, Matthias Gruber.

Im Zuge der Maßnahmen werden die Orthopädischen Fachkliniken der Hessing Stiftung aktuell mit den beiden Rehabilitationskliniken zu den „neuen“ Hessing Kliniken zusammengefasst. „Mit der neuen Struktur reagieren wir auf neue Marktanforderungen, wie etwa dem Anspruch auf Einzelzimmerstandard in der Orthopädischen Rehabilitation oder dem Wunsch nach immer kürzeren Liegedauern nach einer Operation und passen uns an geänderten Patientenerwartungen an“, sagte der Direktor der Hessing Stiftung, Roland J. Kottke, dessen Vertrag auf der Sitzung des Verwaltungsrates der Hessing Stiftung am Mittwoch vorzeitig um fünf Jahre verlängert worden ist.

Patientinnen und Patienten profitieren künftig von einem erweiterten Angebot an medizinischen Leistungen. So sind neben neuen Therapieformen, wie etwa einer Multimodalen Schmerztherapie und einer ANOA-Schmerztherapie, eine eigene Station für Akutgeriatrie und Alterstraumatologie sowie ein Querschnittgelähmtenzentrum geplant. „Gerade das Angebot für geriatrische Patientinnen und Patienten wird sich dadurch im Großraum Augsburg deutlich verbessern“, erläutert der Leiter der Hessing Kliniken, Matthias Gruber. Darüber hinaus soll die Zahl der Operationssäle um ein Areal für kurze Operationen und darauf angepasste Strukturen mit zusätzlich drei OP-Sälen erhöht werden. Um den Personalbedarf für den Kapazitätsausbau zu gewährleisten, arbeiten die Hessing Kliniken aktuell an einem Personalkonzept, das ein Programm zur Anwerbung ausländische Fachkräfte umfasst sowie die verstärkte Ausbildung von Pflegeschülerinnen und Pflegeschülern vorsieht.

Im Bereich der Rehakliniken ist eine weitere Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf Hotelniveau vorgesehen. Hierzu ist ein Neubau mit rund 60 Betten im Bereich der Klinik für Geriatrische Rehabilitation geplant. „Reha-Patientinnen und -Patienten haben heute zunehmend den Wunsch nach komfortablen Einzelzimmern mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen“, erläutert Klinikleiter Matthias Gruber weiter. Unter dem Strich verfügen die „neuen“ Hessing Kliniken dann über 388 Betten im Vergleich zu aktuell 305 Betten.

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Der Investitionszeitraum umfasst fünf Jahre bis Ende 2027. Im Detail sind etwa zehn Millionen Euro für den Ausbau der Operationssäle vorgesehen. Rund acht Millionen Euro fließen in den Neubau mit rund 60 Betten. Etwa vier Millionen Euro sind für die Einrichtung des Querschnittgelähmten-Zentrums vorgesehen. Mehr als drei Millionen Euro fließen zusammen in die anderen Projekte. Ein großer Teil der Investitionen entfällt auf Fördermittel. Für weitere rund zehn Millionen Euro ist in den kommenden Jahren ein Gewerbeneubau an der Wellenburger Straße geplant, wo sich bis 2022 das ehemalige Gebäude der Feuerwehr Göggingen befand. Über die genaue Nutzung wird die Stiftung zu gegebener Zeit informieren.