Mit großer Besorgnis reagiert die IG Metall Augsburg auf die angekündigte Schließung des UPM-Standorts Ettringen zum 31. Juli 2025 sowie die geplanten Einschnitte am Werk in Augsburg. Von den Maßnahmen sind mehr als 460 Arbeitsplätze betroffen – allein in Ettringen rund 235 direkt Beschäftigte. Die geplanten Schritte stoßen bei Gewerkschaften und Beschäftigten auf massive Kritik.
„Kein sozialverträglicher Umgang“
Obwohl der Standort Ettringen auf eine mehr als 125-jährige Geschichte zurückblicken kann und die Belegschaft dem Unternehmen über viele Jahre treu geblieben ist, zeigt der finnische Papierkonzern laut IG Metall bislang keinerlei Bereitschaft, sozialverträgliche Lösungen anzubieten.
„Weder Altersteilzeit- noch Vorruhestandsregelungen werden angeboten, und auch ein akzeptabel ausgestalteter Sozialplan wird bislang verweigert“, heißt es von Seiten der IG Metall. Die zuständige Industriegewerkschaft IGBCE wirft UPM zudem vor, sich ernsthaften Verhandlungen mit dem Betriebsrat konsequent zu entziehen und seiner sozialen Verantwortung nicht gerecht zu werden.
Solidarität und Widerstand angekündigt
Die IG Metall Augsburg erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den betroffenen Beschäftigten und kündigt ihre Unterstützung für weitere Proteste an. Bereits am 26. Juni 2025 um 9:45 Uhr soll eine Kundgebung vor dem UPM-Konzernsitz in Augsburg stattfinden – organisiert von der IGBCE.
„Wir als IG Metall Augsburg stehen solidarisch mit den Beschäftigten und werden diese auch bei der kommenden Protestkundgebung am 26. Juni unterstützen“, bekräftigt die Gewerkschaft.


