IG Metall will Entlastungsprämie nicht mit Entgelten verrechnen

Die IG Metall lehnt es ab, in bevorstehenden Tarifrunden die von der Koalition geplante Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro mit dauerhaften Lohnsteigerungen zu verrechnen.

Stahlproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Gewerkschaftschefin Christiane Benner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Prämie solle ein kurzfristiges Mittel gegen die akuten Belastungen der Beschäftigten sein. Die Arbeitgeber sollten sie schnell und unmittelbar auszahlen. „Mittel- und langfristig braucht es aber dauerhaft höhere Entgelte. Eine Mieterhöhung oder höhere Preise im Supermarkt sind auch kein einmaliges Phänomen, sondern belasten die Menschen in ihrem Alltag auf lange Sicht“, so Benner. „Dauerhaft mehr Geld für unsere Mitglieder ist Teil unseres Jobs als Gewerkschaft und wir werden uns in anstehenden Tarifrunden dafür einsetzen.“

Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Energiepreise hatten die Spitzen der schwarz-roten Koalition am Montag ihre Pläne zur Entlastung der Verbraucher präsentiert. Neben einer vorübergehenden Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten im laufenden Jahr eine steuer- und abgabenfreie Prämie zu zahlen.

Die IG Metall bereitet sich gerade auf die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit knapp vier Millionen Beschäftigten vor. In Deutschlands wichtigster Industriebranche beginnt die heiße Phase im Herbst. Weitere Tarifrunden stehen für die Gewerkschaft in der Eisen- und Stahlindustrie, im Handwerk und bei Volkswagen an.

Anzeige
DTS Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

Meistgelesen

Tödlicher Frontalzusammenstoß auf Staatsstraße 2020 bei Babenhausen – Zwei Personen verstorben

Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am Montagabend auf der...

Blitzermarathon in Augsburg Stadt und Landkreis – Hier müssen Sie besonders aufpassen

Neben dem Streik im ÖPNV sorgt der Blitzmarathon in Bayern für gesonderte Aufmerksamkeit am Mittwoch im Straßenverkehr. Wir sagen ihnen, wo sie in Augsburg und Bayerisch-Schwaben besonders aufpassen sollten.

Vermisste 64-jährige Frau aus Mering tot aufgefunden

Seit Samstagmorgen (11. April 2026) wurde eine 64-jährige Frau...

Warnstreik legt Nahverkehr in Augsburg weitgehend lahm

Ein groß angelegter Warnstreik hat den öffentlichen Nahverkehr in Augsburg am Dienstag, 14. April, erneut nahezu vollständig zum Stillstand gebracht. Die Gewerkschaften ver.di und Nahverkehrsgewerkschaft hatten das Fahrpersonal der Stadtwerke Augsburg (swa) zum Arbeitsausstand aufgerufen.