Katstrophenschutzvollübung im Landkreis Neu-Ulm beendet          

Drei Szenarien standen gestern im Mittelpunkt bei der Katastrophenschutzübung im Landkreis Neu-Ulm. Dabei waren knapp 300 Einsatzkräfte von BRK, Wasserwacht, Feuerwehr und THW sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Neu-Ulm von 09:00 – 12:00 Uhr im Einsatz. Ausgangspunkt der Übung war die Annahme, dass Senden von einem starken Unwetter betroffen wäre.

Am Waldsee in Senden wurde eine Schülergruppe, die mit ihren Lehrern vor Ort campte, vom Unwetter überrascht. Hier wurden die Kräfte zur Rettung, Bergung und medizinischen Betreuung der verletzten Personen eingesetzt. Dabei stand die Rettung über Wasser im Vordergrund, da die Zufahrtswege von umgestürzten Bäumen versperrt waren.

Der zweite Einsatzort war die Eislaufanlage in Senden, an der ein Ammoniak-Austritt angenommen wurde. Die sich darin befindlichen Schülerinnen und Schüler wurden evakuiert und in einer Schule untergebracht, um dort medizinisch versorgt zu werden. Auch hier arbeiteten die Blaulichtorganisationen eng zusammen. 

Der dritte Einsatzort war die alte Weberei. Hier wurde ein Brand angenommen, bei dem Personen vermisst wurden.

Rüdiger Dolejsch, Geschäftsbereichsleiter Kommunales, Sicherheit und Ordnung zog direkt nach Beendigung der Übung ein erstes Fazit: „Alles in allem sind wir zufrieden. Im Anschluss werden die Daten der FüGK ausgewertet, um den Übungsverlauf abschließend bewerten zu können.“

Landrätin Eva Treu, die sich selbst ein Bild von der Übung an den unterschiedlichen Einsatzorten machte, stellte vor allem das Engagement der Beteiligten heraus: „Ich möchte mich bei allen Einsatzkräften herzlich bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich so viele Menschen ehrenamtlich engagieren und in ihrer Freizeit an so einer großangelegten Übung teilnehmen. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen hat gut funktioniert“, so Landrätin Treu. Sie betonte den großen Aufwand und die Leistung. Nun gilt es, die Übung noch einmal genauer zu evaluieren und dann den größtmöglichen Nutzen aus den gewonnenen Erkenntnissen zu ziehen.

Neben den Einsatzkräften waren außerdem 67 Mimen, 15 Sicherungsposten und 13 Übungsbeobachter im Einsatz. Auch diesen gilt ein großer Dank.




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