Der Klinikverbund Allgäu und die Asklepios Klinik Lindau vertiefen ihre Zusammenarbeit in der medizinischen Versorgung. Bei einem Treffen in Kempten und Immenstadt besprachen Vertreter beider Häuser laufende Projekte und weitere gemeinsame Schritte.
Kooperation in mehreren medizinischen Bereichen
Der Besuch der Delegation aus Lindau fand am Dienstag, 29. September, statt. Bereits im Frühjahr hatte sich der Klinikverbund Allgäu in der Asklepios Klinik Lindau vorgestellt. Beide Partner bleiben eigenständig, wollen ihre medizinischen Kompetenzen aber dort vernetzen, wo dies medizinisch und strukturell sinnvoll ist.
Die Zusammenarbeit hatte zu Jahresbeginn mit Vereinbarungen im Rahmen der Krankenhausreform begonnen. In mehreren Leistungsgruppen – unter anderem in der speziellen Traumatologie, der Wirbelsäulenchirurgie und der Geriatrie – unterstützt der Klinikverbund Allgäu die Asklepios Klinik Lindau mit ergänzenden medizinischen Kompetenzen.
Zudem haben beide Partner ein Strukturgutachten zur zukünftigen Gesundheitsversorgung in der Region Lindau und im südwestlichen Oberallgäu auf den Weg gebracht.
Patientenaufnahmen und Ausbildung im Fokus
Inzwischen wird die Kooperation auch in weiteren Bereichen konkret. In der Neuroradiologie soll künftig der Austausch von Patientenaufnahmen zwischen den Häusern ermöglicht werden. Außerdem können Schülerinnen und Schüler aus Lindau den theoretischen Teil ihrer Ausbildung zur Medizinischen Technologin beziehungsweise zum Medizinischen Technologen an der MT-Schule des Klinikverbunds Allgäu absolvieren.
Bei ihrem Gegenbesuch erhielten die Vertreter der Asklepios Klinik Lindau Einblicke in die Strukturen und medizinischen Schwerpunkte des Klinikums Kempten und der Klinik Immenstadt. Das Treffen bot zugleich Gelegenheit, die begonnenen Kooperationen weiterzuentwickeln und weitere gemeinsame Themen zu besprechen.
„Für uns ist entscheidend, dass aus der strategischen Partnerschaft konkrete Zusammenarbeit entsteht, die unseren Patientinnen und Patienten zugutekommt“, erklärte Michael Osberghaus, Geschäftsführer des Klinikverbunds Allgäu. Clara Walter, Geschäftsführerin der Asklepios Klinik Lindau, betonte: „Uns ist wichtig, dass die Zusammenarbeit ganz praktisch wird und im Klinikalltag ankommt.“

