Der Landkreis Augsburg ist gerade dabei, ein Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Das ist eine Mammutaufgabe mit vielen unterschiedlichen Facetten. Eine davon ist die Attraktivität des Nahverkehrs im Landkreis. Die beiden SPD-Kreistagsmitglieder Roland Mair und Annette Luckner haben dazu einen Antrag für ihre Fraktion erarbeitet.

Die Mobilitätsdrehscheibe am Hauptbahnhof konnten sich die Kreisräte aus dem Landkreis Augsburg bei einer Führung erklären lassen. Im Vordergrund die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald. Foto: Annette Luckner

„Egal, welches öffentliche Verkehrsmittel ich nutze“, so Roland Mair, „es muss möglichst oft fahren und vor allem auch pünktlich sein, nur so kann man entsprechend flexibel sein.“ Doch nicht nur diese beiden Faktoren spielen eine große Rolle bei der Entscheidung Auto oder ÖPNV. Wer im Auto sehr komfortabel unterwegs ist, will in Bus, Straßenbahn und Zug auch einen gewissen Standard. Dazu zählen für Mair und Luckner WLAN in jedem Fahrzeug, Bildschirme mit Informationen zur Fahrtstrecke und mit aktuellen Nachrichten und einer einfachen Möglichkeit der Ticketbezahlung auch mit dem Handy und einer monatlichen Abrechnungen, die immer den günstigsten Tarif aussucht.

Die beiden SPD-Kreisräte wünschen sich darüber hinaus aber noch mehr, denn das Auto steht bei den meisten sowieso in der Garage, also müsste die Fahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel einen „Mehrwert“ darstellen. „Wenn ich im Zug online kostenlos die Tageszeitung lesen könnte, hätte ich was davon und würde vielleicht eher auf das Auto verzichten“, erklärt Luckner. Beide können sich auch vorstellen, dass ein Kaffeautomat an der Endstation oder gar im Fahrzeug ebenfalls ein Anreiz wäre.