Sechs riesige Wandgemälde schmücken ab sofort die Fassade des Studierendenwohnheims an der Lechbrücke. Mit einer Höhe von 48 Metern und einer bemalten Fläche von insgesamt 1.728 Quadratmetern gilt der „Peacetower“ als größtes und höchstes Mural-Projekt an einem Wohngebäude in Deutschland. Am Freitag wurde das Kunstwerk offiziell eingeweiht.
Neun Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland gestalteten die sechs Fassaden unter dem Motto „Empowering Perspectives“. Das Projekt wurde anlässlich des 375. Jubiläums des Augsburger Hohen Friedensfestes von der Wohnbaugruppe Augsburg gemeinsam mit dem Graffitiverein „Die Bunten“ und dem Friedensbüro der Stadt initiiert.
Das ehemalige Olympische Wohnheim von 1972 wird derzeit umfassend saniert und soll ab Herbst rund 250 Studierenden aus aller Welt ein Zuhause bieten. Die Motive greifen Themen wie Gemeinschaft, kulturelle Vielfalt und den benachbarten Lech als Teil des UNESCO-Welterbes „Wasser“ auf.
Wahrzeichen mit internationaler Strahlkraft
„Jeden Tag werden Tausende Menschen an diesem Ort vorbeikommen, zu Fuß, mit dem Rad, im Auto oder in der Straßenbahn. Der Peacetower schenkt ihnen einen Moment des Staunens und macht den öffentlichen Raum ein Stück lebenswerter. Die Kunstwerke erzählen von Gemeinschaft und Hoffnung. Damit prägen sie nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Lebensgefühl unserer Stadt. Sie machen sichtbar, was Augsburg auszeichnet: Vielfalt, Offenheit und den respektvollen Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. So ist ein Ort entstanden, an dem sich die Werte des Friedensstadt mit dem Alltag der Bürgerinnen und Bürger verbinden und der weit über Augsburg hinaus ausstrahlt“, so Oberbürgermeister Dr. Florian Freund.
Auch die Wohnbaugruppe sieht in dem Projekt ein besonderes Zeichen. „Dass wir in einem Atemzug mit der Sanierung des Hochhauses diesem außergewöhnlichen Kunstprojekt Raum geben durften, freut uns sehr“, so Geschäftsführer Dr. Mark Dominik Hoppe.
Sechs Werke aus 123 Bewerbungen
Dem Projekt war eine internationale Ausschreibung vorausgegangen. Aus 123 eingereichten Entwürfen wählte eine Fachjury sechs Konzepte aus, die seit April 2026 umgesetzt wurden. Seit 2013 gehören großflächige Murals fest zum Kulturprogramm des Augsburger Friedensfestes und setzen regelmäßig künstlerische Zeichen für Frieden, Vielfalt und gesellschaftlichen Dialog.





