Polizeieinsatz in Ansbach: Schuss ins Bein von Messerangreifer nach Rechtmäßigkeit geprüft und Verfahren eingestellt

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Ein Vorfall in Ansbach führte am späten Samstagabend zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein 47-jähriger Mann durch einen Schuss ins Bein gestoppt wurde. Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat inzwischen das Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Polizisten eingestellt.

Polizeieinsatz ausgelöst durch Randale

Um kurz nach 23:00 Uhr alarmierten Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Platenstraße die Polizei, da ein 47-jähriger Mann, deutscher Staatsangehöriger mit kasachischen Wurzeln, in der Wohnung seiner Mutter randalierte. Dank einer Nachbarin konnte die Mutter einen Notruf absetzen. Die eintreffenden Beamten stellten fest, dass der Mann ein Messer trug. Sie zogen sich zurück und forderten Verstärkung an.

Ermittlungsergebnisse bestätigen Vorgehen

Zeugenbeobachtungen und Bodycam-Aufzeichnungen der Polizisten bestätigten, dass der 47-Jährige mit einem Messer die Wohnung verließ und den Aufforderungen der Beamten, das Messer wegzulegen, nicht nachkam. Als der Mann auf die Beamten zuging, wurde zunächst ein Warnschuss abgegeben, gefolgt von einem gezielten Schuss ins Bein. Der Tatverdächtige erhielt vor Ort medizinische Erstversorgung und wurde anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs bestätigt

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm die ersten Maßnahmen am Tatort. Das Bayerische Landeskriminalamt führte die Ermittlungen zur Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs, bevor die Staatsanwaltschaft Ansbach das Verfahren schloss. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass der Schuss als Akt der Notwehr die einzige Möglichkeit war, um einen möglichen Messerangriff zu verhindern, und erklärte das Verhalten der Beamten somit als gerechtfertigt.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.