Im Rahmen des Aktionsmonats zur Radverkehrssicherheit hat das Polizeipräsidium Schwaben Nord im Mai zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, um auf die Risiken für Radfahrer im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und das Sicherheitsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu schärfen.
Verkehrspräventionstag in Augsburg
Ein zentrales Ereignis war der Verkehrspräventionstag am Freitag, den 23. Mai 2025, in der City-Galerie Augsburg. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich bei verschiedenen Ständen und Vorträgen rund um das Thema Verkehrssicherheit zu informieren – mit einem besonderen Fokus auf Zweiradfahrer.
Ein bewegender Programmpunkt war der Auftritt von Rosemarie W., die von ihrem schweren Fahrradunfall im Jahr 2017 berichtete. Die damals von einem 38-Tonner überrollte Frau schilderte eindrücklich die dramatischen Ereignisse und ihre Folgen. Ergänzt wurde das Gespräch durch einen Polizeibeamten, der als junger Streifenpolizist als Erster am Unfallort war und seine Eindrücke schilderte.
Begleitende Maßnahmen in Nordschwaben
Neben dem Verkehrspräventionstag fanden im gesamten Regierungsbezirk weitere Informationsveranstaltungen statt, etwa durch die Verkehrspolizei Donauwörth, die Polizeiinspektionen Donauwörth und Nördlingen. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) war vielerorts präsent.
Parallel dazu wurden verstärkt Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei lag der Fokus auf der Einhaltung der Verkehrsregeln durch Radfahrer – insbesondere zur Helmnutzung, richtigen Fahrbahnbenutzung und Sichtbarkeit – sowie dem Verhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern. Insgesamt wurden rund 1.300 Verstöße festgestellt und entsprechend geahndet.
Mehr zur landesweiten Kampagne „Kopfentscheidung“, die zur freiwilligen Helmnutzung motivieren soll, gibt es hier:
🔗 Kampagne „Kopfentscheidung“
Folgeaktion: „Kinder im Blick“ am 3. Juni
Auch über den Mai hinaus bleibt die Verkehrssicherheit ein zentrales Thema: Am Dienstag, den 3. Juni 2025, fand im gesamten Präsidiumsbereich die Aktion „Kinder im Blick“ statt.
Ziel war es, die besonderen Bedürfnisse von Kindern im Straßenverkehr in den Fokus zu rücken. Polizeiinspektionen im ganzen Bereich Schwaben Nord führten gezielte Maßnahmen vor Schulen und Kindergärten durch und sensibilisierten Autofahrer für mehr Rücksicht und Aufmerksamkeit. Besonderes Augenmerk lag auf:
angepasstem Fahrverhalten,
korrekter Nutzung von Schutzsystemen (z. B. Helm, Gurt),
und verbesserter Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang eindringlich an alle Verkehrsteilnehmenden, sich rücksichtsvoll und vorausschauend im Straßenverkehr zu verhalten.
Fazit:
Die Aktionen im Mai verdeutlichen, wie wichtig gezielte Präventionsarbeit ist – insbesondere mit Blick auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Kinder. Die Polizei Schwaben Nord setzt auch künftig auf Aufklärung, Kontrolle und Dialog, um die Zahl der Verkehrsunfälle nachhaltig zu senken.


