Röttgen will CDU als „Partei der Mitte“ stärken

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bestätigt und diese damit begründet, dass er die CDU als „Partei der Mitte“ stärken will. Es gehe bei der Suche nach einem neuen Vorsitzenden nicht nur um eine Personalentscheidung, sondern um die politische – „also personelle und inhaltliche“ – Positionierung und die Zukunft der CDU, sagte Röttgen am Dienstagvormittag in Berlin. Ihm gehe es um die „christlich-demokratische Idee von der Zukunft unseres Landes“.

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Der CDU-Politiker rief seine Partei dazu auf, von den Fehlern der SPD zu lernen. Seit dem Rücktritt von Franz Müntefering als Parteivorsitzender hätten die Sozialdemokraten eine „nicht mehr überschaubare Reihe“ von Parteichefs gewählt. Die SPD sei damit nicht erfolgreich gewesen, weil sie es vermieden habe zu sagen, was ihre sozialdemokratische Idee für die Zukunft sei, so Röttgen.

Der CDU-Außenpolitiker bezeichnete die Christdemokraten als „Partei der Mitte“. Es sei deshalb „zwingend notwendig, Grenzen nach rechts und links zu ziehen“, fügte er hinzu. Die CDU müsse sich zudem nicht nur von der AfD als Partei abgrenzen, sondern allgemein von nationalistischem Denken. Die CDU müsse vor allem die Gründe dafür beseitigen, warum Rechtsextremismus und Rechtspopulismus entstanden seien.

Als Beispiel nannte er, dass viele Menschen sich politisch „im Stich gelassen“ fühlten. Die Politik rede nicht genug mit den Menschen. Röttgen sprach dabei von einem „massiven Vertrauensbruch“ und einer „Überforderung der Politik“. Der CDU-Politiker war von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister.

2010 hatte er sich in einer Mitgliederbefragung um den NRW-Landesvorsitz gegen Armin Laschet durchgesetzt. Nach seiner Niederlage bei den Landtagswahlen 2012 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn aus dem Kabinett entlassen. Aktuell ist er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag.