Sexuelle Belästigung und Auseinandersetzung am Münchner Hauptbahnhof führen zu Polizei-Ermittlungen

Alfred Ingerl
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München (ots) Am Samstag, den 20. Juni, ereigneten sich zwei strafrechtlich relevante Vorfälle im Münchner Hauptbahnhof. Im Verlauf des Vormittags wurde eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn sexuell belästigt und ausländerfeindlich beleidigt. Am Abend kam es im S-Bahn-Bereich zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Personen. Die Bundespolizei hat in beiden Fällen Ermittlungen aufgenommen.

Mitarbeiterin der Deutschen Bahn sexuell belästigt

Gegen 10:30 Uhr informierte die Leitstelle der Deutschen Bahn Sicherheit die Bundespolizei über eine aggressive Person im Reisezentrum des Münchner Hauptbahnhofs. Der mutmaßliche Täter, ein 59-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz, soll eine 52-jährige rumänische Mitarbeiterin sowie einen 24-jährigen deutschen Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn ausländerfeindlich beleidigt haben. Im weiteren Verlauf soll der Mann der 52-Jährigen an die Brust gefasst und dabei eine abfällige Bemerkung geäußert haben. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen aufgrund von sexueller Belästigung und Beleidigung ein. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige freigelassen.

Körperliche Auseinandersetzung im S-Bahn-Bereich

Am Abend, gegen 18:35 Uhr, meldete eine Streife der Deutschen Bahn Sicherheit der Bundespolizei eine körperliche Auseinandersetzung am Mittelbahnsteig des Münchner Hauptbahnhofs. Eine 35-jährige türkische Staatsangehörige aus München, eine 57-jährige Italienerin aus Karlsruhe und ein 55-jähriger Deutscher aus Karlsruhe gerieten zunächst verbal aneinander. Die Situation eskalierte in wechselseitige Beleidigungen und körperliche Tätlichkeiten. Zeugen und Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn trennten die Beteiligten. Alle drei Personen wurden zur weiteren Klärung des Sachverhalts durch die Bundespolizei überprüft. Ein Atemalkoholtest wurde von der 35-Jährigen verweigert; die beiden anderen Beteiligten hatten jeweils 0,0 Promille. Die 35-Jährige und die 57-Jährige klagten über Schmerzen, benötigten jedoch keine medizinische Versorgung vor Ort. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entließ die Polizei alle Beteiligten. Die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung laufen weiter.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.