Großer Schlag gegen internationales Schleusernetzwerk: Festnahmen und Durchsuchungen in Deutschland und Serbien

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am 5. August 2026 gelang es bayerischen Staatsanwaltschaften gemeinsam mit der Bundespolizei, einen bedeutenden Schlag gegen die organisierte Schleusungskriminalität in Deutschland und im Ausland zu erzielen. Bei dieser konzertierten Aktion wurden drei Haftbefehle vollstreckt und sechs Objekte in Deutschland durchsucht.

Ermittlungen in Bayern führen zu Durchbrüchen

Die Ermittlungen, die von den Staatsanwaltschaften in Traunstein, Landshut und Weiden i.d.OPf. geführt werden, konzentrieren sich auf ein Familienclan-Netzwerk, das im Verdacht steht, Schleusungsaktivitäten über das Mittelmeer nach Europa durchgeführt zu haben. Die Beschuldigten sollen seit Oktober 2024 mindestens 125 überwiegend syrische Staatsangehörige unter lebensgefährlichen Bedingungen von Libyen nach Italien und teilweise weiter nach Deutschland gebracht haben. Für ihre Dienste verlangten die Schleuser zwischen 6.500 und 7.800 Euro pro Person.

Internationale Verstrickungen und festgenommene Hauptverdächtige

Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 26-jähriger Hauptverdächtiger, der verdächtigt wird, Falschgeld im Wert von bis zu 100.000 Euro im Bundesgebiet in Umlauf gebracht zu haben, festgenommen werden. Zudem wurden internationale Verhaftungen vorgenommen, darunter ein prominenter Schleuser in Serbien. Diese Aktionen sind Teil einer größeren, von Europol koordinierten Task Force zur Bekämpfung internationaler Schleusungsnetzwerke, die Menschen ohne gültige Papiere nach Deutschland und andere europäische Länder schleusen.

Erfolg durch Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Die erfolgreiche Operation verdeutlicht die Wirksamkeit der Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Polizeibehörden. Durch den Zusammenschluss von Polizei- und Justizbehörden in Europa konnten entscheidende Fortschritte bei der Bekämpfung der organisierten Schleuserkriminalität erzielt werden. Die Ermittlungen dauern an, wobei im Raum Saarbrücken rund 240 Einsatzkräfte im Einsatz sind.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.