Verkehrsunfallstatistik 2025: Leichter Rückgang der Unfälle und Todesopfer in Mittelfranken, Radfahrer weiterhin gefährdet

MITTELFRANKEN. Die Bayerische Staatsregierung verfolgt mit dem Projekt ‚Bayern Mobil – sicher ans Ziel‘ das Ziel, die Verkehrssicherheit auf Bayerns Straßen bis 2030 zu steigern. Das Polizeipräsidium Mittelfranken engagiert sich in der Verkehrssicherheitsarbeit und nutzt die Social-Media-Kampagne ‚NULL RISIKO – 100 % LEBEN‘, um die Verkehrsunfallstatistik 2025 zu kommunizieren.

Leichter Rückgang der Gesamtunfallzahlen

Im Jahr 2025 wurden 48.711 Verkehrsunfälle auf mittelfränkischen Straßen registriert, was einem Rückgang von knapp 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden blieb nahezu gleich bei 7.941 Fällen. Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten sank leicht auf 59. „Wir stellen fest, dass der Wert weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Das ist grundsätzlich positiv, dennoch ist jede im Straßenverkehr getötete Person eine zu viel“, betont Herr Polizeidirektor Ingo Lieb vom Polizeipräsidium Mittelfranken.

Besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer

Personen „ohne Knautschzone“ sind besonders gefährdet: Von den 59 Unfalltoten waren 34 zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit einem motorisierten Zweirad unterwegs. „Einen fachlichen Schwerpunkt setzen wir weiterhin in diesem Bereich. Die verstorbenen Personen waren ohne schützende Karosserie unterwegs und daher im Vergleich zu einem Auto oder einem Lastwagen weniger gut geschützt. Durch zielgerichtete Präventionshinweise werden wir die Sicherheit dieser Verkehrsteilnehmer weiter erhöhen“, so Lieb. Bei Fahrrad- und Pedelecfahrern gab es einen Anstieg der Unfälle um 3,52 % auf 2.409, während sich die Zahl der verletzten Radfahrer von 2.153 auf 2.223 erhöhte.

Landstraßen und Geschwindigkeit

Die Sicherheit auf Landstraßen stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Dort ereigneten sich 12.005 Unfälle mit 1.944 Verletzten. Mehr als zwei Drittel der getöteten Verkehrsteilnehmer verstarben auf Landstraßen. Polizeivizepräsident Ulrich Rothdauscher unterstreicht: „Geschwindigkeit ist nicht sportlich, Geschwindigkeit ist gefährlich!“ Im Berichtsjahr wurden 2.013 Geschwindigkeitsunfälle registriert. „Im Straßenverkehr ist angepasste Geschwindigkeit eine echte Lebensversicherung“, hebt Herr Rothdauscher hervor.

Die Ablenkung durch Handynutzung ist ebenfalls ein ernstes Thema. Im vergangenen Jahr wurden 9.835 Personen aufgrund verbotswidriger Handynutzung belangt. „Wer nur zwei Sekunden auf sein Handy schaut, legt 30 Meter Strecke zurück, ohne zu sehen, was vor ihm passiert“, warnt der Polizeivizepräsident.

Trendthema E-Scooter

In urbanen Gebieten steigen mit der Beliebtheit der E-Scooter auch die Unfallzahlen. 337 Personen verletzten sich im Vorjahr bei Unfällen mit E-Scootern. Alkohol- und Drogenkonsum bleiben zudem Gefahrenquellen im Straßenverkehr. 564 Alkoholunfälle resultierten in 311 Verletzten; bei Drogenunfällen gab es 37 Verletzte und zwei Tote. „Seit der Legalisierung von Cannabis ist Cannabis ein großer Risikofaktor im Straßenverkehr“, so Lieb.

Interessierte finden die vollständigen statistischen Daten zur Straßenverkehrssicherheit 2025 online. Zudem verweist das Polizeipräsidium Mittelfranken auf die Social-Media-Kampagne ‚NULL RISIKO – 100 % LEBEN‘, die auf polizeieigenen Kanälen bereits wichtige Botschaften zur Verkehrssicherheit veröffentlicht hat. Ergänzend ist ein Pressegespräch am 02.03.2026 für interessierte Journalistinnen und Journalisten geplant.

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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