Am Donnerstagabend, dem 5. März, gab es in einem Regionalzug bei Grafing einen Vorfall mit einem selbst ernannten Prüfschaffner. Ein 26-jähriger Mann versuchte, sich unrechtmäßig als Kontrolleur auszugeben und verlangte von einem 29-jährigen Reisenden aus Jordanien den Fahrschein.
Auseinandersetzung im Zug
Der Reisende zeigte Misstrauen gegenüber den Kontrollforderungen des 26-Jährigen und verweigerte die Vorlage seines Tickets. Daraufhin versuchte der vermeintliche Prüfschaffner, den Reisenden gewaltsam aus dem Zug zu entfernen, indem er dessen Arm griff. Der Reisende wehrte sich und stieß den Mann, der dabei zu Boden fiel. Ein Zeuge im Zug beobachtete den Vorfall. Der 26-Jährige veranlasste dann, das Zugpersonal die Polizei zu informieren.
Angriff auf Polizeibeamte
Bei der Ankunft der Bundespolizei verhielt sich der 26-Jährige unkooperativ. Er klagte über Rückenschmerzen, woraufhin ein Rettungsdienst gerufen wurde. Als der Mann ins Krankenhaus gebracht werden sollte, legte er sich vor den Rettungswagen. Ein Polizeibeamter, der ihm helfen wollte, wurde von dem 26-Jährigen mit einem Tritt ins Gesicht leicht verletzt. Der Angreifer wurde gefesselt und in das Klinikum Ebersberg gebracht, wo er weiter aggressives Verhalten zeigte. Ein Alkoholtest zeigte rund 2,0 Promille an.
Einweisung in psychiatrisches Krankenhaus
Der Mann, bereits wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeibekannt, wurde wegen Fremdgefährdung in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Der Vorfall zeigt erneut die Herausforderungen, denen die Einsatzkräfte täglich begegnen.

