Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger ist tot. Der 55-jährige Bundesvorsitzende der Freien Wähler wurde am Mittwochabend (4. November 2026) in einem Hotel in Berlin leblos aufgefunden. Zuerst hatte die BILD-Zeitung über den Todesfall berichtet. Nach Angaben der Zeitung wurde die Nachricht aus Kreisen der bayerischen Staatsregierung und der Berliner Polizei bestätigt.
Eigentlich stand für Hubert Aiwanger am Mittwoch ein wichtiger Termin in der Bundeshauptstadt auf dem Programm. Die Freien Wähler eröffneten in Berlin ihr neues Hauptstadtbüro. Doch der Parteivorsitzende nahm an der Veranstaltung nicht teil. Wie mehrere Medien berichten, soll sich Aiwanger bereits im Tagesverlauf unwohl gefühlt haben und deshalb in seiner Unterkunft geblieben sein.
Nach Informationen der BILD hielt sich der Politiker im Hotel Neuer Fritz in Berlin-Mitte auf. Dort wurde er später tot entdeckt.

Kriminalpolizei untersucht die Todesumstände
Was zum Tod des 55-Jährigen führte, ist bislang nicht bekannt. Wie BR24 berichtet, hat die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen. Nähere Erkenntnisse zu den Umständen lagen am Mittwochabend zunächst nicht vor.
Die Angehörigen des Politikers sollen bereits über seinen Tod informiert worden sein.
Seit acht Jahren an der Spitze der bayerischen Staatsregierung
Mit Hubert Aiwanger verliert die bayerische Landespolitik einen ihrer bekanntesten Vertreter. Der gebürtige Niederbayer gehörte seit 2008 dem Bayerischen Landtag an und führte die Freien Wähler über viele Jahre als Landes- und Bundesvorsitzender.
Als die CSU nach der Landtagswahl 2018 eine Koalition mit den Freien Wählern einging, übernahm Aiwanger das Wirtschaftsministerium und das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Auch nach der Landtagswahl 2023 setzte er seine Regierungsarbeit an der Seite von Ministerpräsident Markus Söder fort.
Aiwanger machte sich insbesondere als Interessenvertreter des ländlichen Raums einen Namen. Mit seinen Äußerungen zu wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fragen stand er regelmäßig im Mittelpunkt öffentlicher Debatten.
Der am 26. Januar 1971 geborene Politiker lebte mit der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger zusammen. Aus der Beziehung stammen zwei gemeinsame Söhne.
Hubert Aiwanger (55) tot: Markus Söder spricht von „absoluter Tragödie“
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