Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger ist tot. Der 55-jährige Bundesvorsitzende der Freien Wähler wurde am Mittwochabend (4. November 2026) leblos in einem Berliner Hotel aufgefunden. Ministerpräsident Markus Söder reagierte am Abend mit Bestürzung auf die Nachricht.
Zunächst hatte die BILD-Zeitung über den Todesfall berichtet und sich dabei auf Informationen aus der bayerischen Staatsregierung sowie der Berliner Polizei berufen.
Aiwanger hatte sich am Mittwoch in Berlin aufgehalten, wo die Freien Wähler ihr neues Hauptstadtbüro eröffneten. An der Veranstaltung nahm der Parteivorsitzende allerdings nicht teil. Nach Medienberichten soll er sich bereits tagsüber gesundheitlich unwohl gefühlt haben und deshalb in seinem Hotel geblieben sein.
Später wurde der 55-Jährige im Hotel „Neuer Fritz“ in Berlin-Mitte tot aufgefunden.
Markus Söder tief erschüttert über Tod seines Stellvertreters
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich am späten Mittwochabend erstmals öffentlich zum Tod seines langjährigen Koalitionspartners.
„Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt“, schrieb Söder um 22.30 Uhr auf der Plattform X.
Seine Gedanken seien nun vor allem bei den Angehörigen des Verstorbenen. „Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie“, erklärte der CSU-Vorsitzende.
Söder und Aiwanger hatten seit November 2018 gemeinsam an der Spitze der bayerischen Staatsregierung gestanden. Trotz politischer Meinungsverschiedenheiten führten beide die Koalition aus CSU und Freien Wählern auch nach der Landtagswahl 2023 fort.
Prägende Figur der Freien Wähler
Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 im niederbayerischen Ergoldsbach geboren. Seit 2008 gehörte er dem Bayerischen Landtag an. Als Vorsitzender der Freien Wähler entwickelte er sich zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der bayerischen Landespolitik.
Mit dem Eintritt seiner Partei in die Staatsregierung im Jahr 2018 übernahm er das Amt des Wirtschaftsministers sowie des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Beide Funktionen übte er bis zu seinem Tod aus.
Privat lebte Aiwanger mit der Regensburger Landrätin Tanja Schweiger zusammen. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne.
Weitere Informationen zu den Hintergründen seines Todes wurden zunächst nicht bekannt.
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