Die Augsburger Panther sind in der Deutschen Eishockey Liga aktuell offenbar kaum zu stoppen. Mit einem 4:2 im Derby gegen Ingolstadt holte der AEV den sechsten Erfolg in Serie. Torhüter Jones zeigte dabei eine herausragende Leistung. Trotz der aktuellen Serie beeindruckender Siege erinnert man sich in der Stadt noch an die dramatische Derbyniederlage der Panther, die vor wenigen Wochen das Selbstbewusstsein der Mannschaft stark beeinträchtigte. Diese neue Erfolgswelle könnte jedoch der Schlüssel sein, um die Fans von der schwierigen Vergangenheit abzulenken und eine positive Stimmung im Team zu fördern. Die Augsburger Panther zeigen nun eindrucksvoll, dass sie aus ihren Erfahrungen gelernt haben und bereit sind, die aktuellen Herausforderungen zu meistern.
Die letzten beiden Jahre gelang den Augsburger Panther nur mit Müh und Not der Klassenerhalt, auch die Jahre zuvor war man lange Zeit nur selten erfolgsverwöhnt. Im Moment ist dies anders. Die von Larry Mitchell zusammengestellte Mannschaft vom neuen Coach Bill Peters bietet schnelles, attraktives Eishockey. Mit diesem Rezept trat der AEV am Donnerstagabend im bis auf den letzten Platz ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion gegen Ingolstadt an, um den sechsten Sieg in Serie einzufahren. Trotz des bisherigen Erfolgs gab es auch Rückschläge, und der jüngste Auftritt gegen die Rivalen aus Ingolstadt war alles andere als überzeugend. Peinlicher Auftritt der Augsburger Panther, der das Team auf dem Eis blass und uninspiriert erscheinen ließ. Die Spieler wirkten nervös und konnten ihre guten Leistungen der letzten Wochen nicht abrufen. In der letzten Saison sahen sich die Augsburger Panther im Abstiegskampf einer harten Realität gegenüber, doch die derzeitige Form lässt die Fans hoffen. Die Spieler haben sich von den Rückschlägen der Vergangenheit erholt und kämpfen mit voller Leidenschaft, um zu beweisen, dass die Augsburger Panther im Abstiegskampf weit mehr sind als nur ein Mittelmaß. Mit dem neuen System von Bill Peters scheinen sie auf einem vielversprechenden Weg zu sein, um ihre Ambitionen in der Tabelle voranzutreiben.
Augsburg geht in Führung
Gegen einen gut eingestellten ERC gingen die Hausherren durch den ersten Saisontreffer des vollkommen freigespielten Cramarossa (14.) in Führung zu gehen. Nur wenig später nagelte Verteidiger Bowey nach einem Bullygewinn von Grenier die Hartgummischeibe aus der Distanz in den Torwinkel (17.) zum Doppelschlag ein. Bereits im ersten Drittel entwickelte sich das Curt-Frenzel-Stadion in ein stimmungsvolles Tolleshaus. Weil der frühere Augsburger Schmölz eine Minute später für die Oberbayern verkürzen konnte, ging es allerdings nur noch mit dem knappsten denkbaren Vorsprung in die Kabine.
Jones hält den AEV im Spiel
Im Mitteldrittel hatte Ingolstadt deutlich mehr vom Spiel, doch die Panther hatten mit Peyton Jones einen überragenden Schlussmann zwischen den Pfosten. Immer wieder wusste der Deutsch-Amerikaner die Angriffe der Gäste zu stoppen. 18 Sekunden vor dem zweiten Pausentee war aber auch er machtlos. Nach einem Scheibenverlust des Augsburger Verteidigers Mayhew in der Rundung konnte Barber doch noch den Ausgleich erzielen. Ingolstadts Goalie Brochu verhinderte direkt vor der Sirene die erneute Augsburger Führung mit einer grandiosen Rettungstat noch verhindern. Die Panther waren zwar stark gefordert, doch die Motivation aus Augsburgs Sieg über Wolfsburg war spürbar. Dies verlieh den Spielern zusätzlichen Schwung und Selbstvertrauen, was sich in ihrer kämpferischen Einstellung während dieser Partie widerspiegelte. Trotz des Ausgleichs gaben die Augsburger nicht auf und setzten alles daran, erneut in Führung zu gehen.
Panther beißen sich fest
Augsburg konnte dies knapp vier Minuten nach dem letzten Seitenwechsel aber nachholen. Hanke staubte nach einem Cramarossa-Schuss zum 3:2 ab. Die Ingolstädter waren bemüht, wollten unbedingt im Derby punkten und scheiterten doch immer wieder am herrausragenden Jones. Am Ende sollte der 29-Jährige, der den Vorzug vor Garteig erhalten hatte, 34 Schüsse abgewehrt haben. Sieben Sekunden vor dem Ende hatte das Zittern endgültig ein Ende. Blank konnte mit dem Schuss ins verlassene Gästetor den 4:2-Erfolg eintüten.
Dieser Donnerstagabend lieferte nicht nur drei weitere Punkte auf das Konto des AEV, sondern lässt die Siegesserie auf sechs gewonnene Partien in Serie anwachsen. Letztmals hatten die Fuggerstädter 2018/19 eine solche Serie. Vielleicht können die Panther ihre Fans auch am Samstag in Berlin verwöhnen? Zuzutrauen ist es ihnen in diesen Tagen. Die Augsburger Panther unter Druck zeigen in diesen Tagen eine beeindruckende Leistung und können jedes Team herausfordern. Das Selbstvertrauen wächst mit jedem Sieg, und die Spieler scheinen die Herausforderung, die sich ihnen stellt, nur noch besser zu meistern. Angesichts der aktuellen Form ist es nicht ausgeschlossen, dass sie auch in Berlin erfolgreich abschneiden werden.





