Augsburger Panther verlieren Saisonauftakt in Nürnberg

Die Augsburger Panther zeigten im ersten Saisonspiel bei den Icetigers Nürnberg eine ordentliche Auftaktleistung, für Punkte sollte es aber nicht reichen. Mit 1:3 geschlagen musste man die Heimreise antreten. Die Augsburger Panther in spannender Niederlage mussten sich vor allem gegen die starke Defensive der Icetigers Nürnberg behaupten. Trotz einiger guter Chancen und einem engagierten Auftritt blieb der Lohn aus, was die Mannschaft besonders ärgerte. Trainer und Spieler sind nun gespannt auf die nächsten Begegnungen, um die ersten Punkte der Saison zu sichern. Die Augsburger Panther in der Heimkrise stehen unter Druck, da die Erwartungen der Fans und des Vereins hoch sind. Es gilt nun, die Schwächen, die in Nürnberg offenbar wurden, zu analysieren und in den nächsten Spielen zu verbessern. Nur durch eine steigerte Leistung können die Panther das Ruder herumreißen und die ersten Punkte der Saison einfahren.

Nach einer ordentlichen Vorbereitung ging es für das mit 15 Neuzugängen rundum erneuerte Team der Augsburger Panther am Freitagabend in Nürnberg in die neue DEL-Saison. Die Schwaben erwischten dabei einen schweren Start. Nach wenigen Sekunden kassierte Kunyk die erste Augsburger Strafzeit, kaum war diese überstanden lag man mit 1:0 hinten. Gerard hatte den aus Ingolstadt verpflichteten neuen AEV-Schlussmann Garteig zwischen Schulter und Pfosten erwischt (3.). In der Folge gaben die Hausherren mächtig Gas, es sollte aber nicht gelingen nachzulegen. Angetrieben von etwa 1000 Schlachtenbummlern fand Augsburg nach und nach besser ins Spiel und kam so zu der ein oder anderen Abschlussmöglichkeit. Bis zur ersten Pause hatten sich die Panther durch ein Plus an Schüssen auf das Tor von Evan Fitzpatrick den Ausgleich verdient, fallen wollte dieser aber erst nach der Pause.

Schneller Ausgleich hat nicht lange Bestand

35 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da jubelte der AEV-Anhang erstmals. Busdeker hatte die Scheibe von hinter dem Tor zu Damiani gebracht, der Nürnbergs Schlussmann im Powerplay überwinden konnte (21.). Lange sollte das 1:1 allerdings nicht Bestand haben. Heigl konnte Garteig mit einem Schlenzer aus dem linken Bullykreis heraus zum zweiten Mal überwinden (27.).  Auch wenn die Icetigers in der Folge mehr vom Spiel hatten, kamen die Augsburger zu ihren Chancen. Wirth und Wohlgemuth konnten die Scheibe aber ebenso wenig im Tor unterbringen, wie bei Busdeker dessen Schuss kurz vor dem zweiten Seitenwechsel den Pfosten klirren ließ. Die Niederlage der Augsburger Panther analysiert zeigt, dass trotz einer starken Anfangsphase und der ersten Führung im Spiel die Defense zu viele Fehler machte. Besonders die schnellen Gegentore der Icetigers waren ein entscheidender Faktor, der letztlich zur Niederlage der Augsburger Panther analysiert werden muss. Mit mehr Konsequenz in der Offensive und weniger Nachlässigkeiten in der Abwehr wäre vielleicht sogar ein besseres Ergebnis möglich gewesen. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs und einiger Torchancen konnten die Augsburger Panther im Heimspiel unterlegen und fanden nicht zurück zu ihrem Spiel. Die Nürnberger Icetigers dominierten das Geschehen auf dem Eis und zeigten sich deutlich effektiver in ihren Offensivaktionen. Das fehlende Selbstvertrauen der Augsburger war spürbar, und die Zuschauer hofften auf eine Wende im letzten Drittel.

Unterzahlspiel bringt Entscheidung

Der AEV war noch nicht geschlagen. Mit einem sicheren Garteig im Tor versuchte er aus einer meist gut gestaffelten Abwehr heraus einen Wirkungstreffer zu landen. Die Mannschaft von Trainer Bill Peters kam aber nur selten in gute Schusspositionen, Nürnberg hingegen konnte eine der wenigen echten Chancen zur Vorentscheidung nützen. Als die Augsburger nach einem Foulspiel von Bowey in Unterzahl agieren mussten, nützte Maier den freien Raum zum 3:1 (53.). Die letzten zweieinhalb Minuten versuchte es Augsburg mit einem Feldspieler für Torhüter Garteig, an der Auftaktniederlage sollte dies nichts mehr ändern.

Eine ordentliche Leistung zum Auftakt sollte nicht für einen Zähler reichen. Am Sonntag geht es nun im Heimspiel gegen Mannheim darum, möglichst ein Null-Punkte-Wochenende zum Saisonstart zu verhindern. Eine deutlichere Ausbeute im Überzahlspiel könnte da nicht schaden. Die Mannschaft muss jetzt zeigen, dass sie aus den Fehlern gelernt hat. Nach der Niederlage im letzten Derby, wo die Augsburger Panther im Derby unterlegen waren, zählt jeder Punkt. Die Spieler sind motiviert, die Zuschauer mit einem überzeugenden Spiel für die eigene Leistung zu begeistern.

AEV: Garteit, Jones – Wirth, Bowey, Mayhew, van der Linde, Button, Renner, Schemitsch- Busdeker, Louis, Damiani, Kunyk,  Hanke, Blank, Wohlgemuth, M. Elias, Henriquez Morales, F. Elias, Tosto, Grenier

Tore: 1:0 Gerard (Meireles/Weber) 3., 1:1 Damiani (Busdekcer) 21., 2:1 Heigl (Alanov) 27., 3:1 Maier (Meierles/Barrlett) 53.

Schiedsrichter: Gofman, Schrader | Koziol, Reinold Strafzeiten: Nürnberg 10 –  Augsburg 6

Zuschauer: 7014

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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