Bundespolizei München: Vermisste Jugendliche greift Beamte an, 41-Jähriger wegen bewaffnetem Diebstahl festgenommen, Graffiti-Täter gefasst

München (ots)Am Wochenende (31. Januar und 1. Februar) war die Bundespolizei in verschiedenen Einsätzen gefordert. Ein vermisstes Mädchen griff Bundespolizisten tätlich an und ein 41-Jähriger wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Vermisste Jugendliche greift Bundespolizisten an

Aufgrund eines Hinweises kontrollierten Bundespolizisten am Samstag (31. Januar) im Hauptbahnhof München gegen 17:30 Uhr ein 16-jähriges Mädchen, das als vermisst gemeldet war. Zur weiteren Abklärung nahmen die Einsatzkräfte die Jugendliche mit zur Dienststelle. Auf dem Weg dorthin versuchte sie mehrmals zu flüchten und trat dabei mehrmals um sich. Zudem schlug sie mit ihren Armen aus und leistete Widerstand gegen die Maßnahmen der Bundespolizisten, die unverletzt blieben.

Wegen des Verdachts des Drogenkonsums wurde das vermisste Mädchen zur näheren Untersuchung ins Krankenhaus verbracht. Nach Rücksprache ordnete die Staatsanwaltschaft München I eine Blutentnahme an. Für die folgenden Maßnahmen, insbesondere die Rückführung des Mädchens in ihre Unterkunft, wurde sie Beamten des Polizeipräsidiums München übergeben.

41-Jähriger wird dem Haftrichter vorgeführt

Ein 41-jähriger Pole entwendete am Sonntagabend (1. Februar) in einem Lebensmittelgeschäft zwei Flaschen Wein und einen Becher mit Müsli. Der Ladendetektiv des Geschäfts konnte den Mann dabei beobachten und alarmierte die Bundespolizei. Bei der anschließenden Durchsuchung der mitgeführten Gegenstände des wohnsitzlosen Mannes, stellte die Streife ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von sechs Zentimetern fest. Die Beamten nahmen den 41-Jährigen mit zur Dienststelle. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,25 Promille. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete eine Blutentnahme sowie eine Vorführung beim Haftrichter für den heutigen Tag an. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen.

Erfolgreiche Fahndung nach Graffiti-Tätern

Am Sonntagmorgen (1. Februar) besprühten ein 16- und ein 17-Jähriger gemeinsam mit einem bislang unbekannten Täter gegen 7:30 Uhr Schallschutzwände im Bereich des S-Bahnhofs Untermenzing. Ein Triebfahrzeugführer beobachtete die drei Jugendlichen und alarmierte die Bundespolizei. Zivilkräfte des Polizeipräsidiums München stellten die Jugendlichen am Bahnhof Untermenzing. Diese griffen die Einsatzkräfte daraufhin körperlich an und flüchteten. Mehrere Streifen der Bundes- und Landespolizei fahndeten anschließend im Nahbereich und konnten die beiden Jugendlichen vorläufig festnehmen. Dem dritten Tatverdächtigen gelang die Flucht in unbekannte Richtung. Die Größe der besprühten Fläche und die Schadenshöhe sind Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete die Beschlagnahme der Mobiltelefone der beiden Jugendlichen an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie die Dienststelle in der Denisstraße verlassen.

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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