Debatte um Bundeswehr-Drohnen: Stark-Gründer sieht „Doppelmoral“

In die Debatte über die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr von einem Unternehmen, an dem auch der US-Investor Peter Thiel beteiligt ist, hat sich jetzt der Mit-Gründer Florian Seibel eingeschaltet. „Peter Thiel ist ein Weltklasse-Tech-investor“, sagte Seibel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Sein Anteil am betroffenen Unternehmen Stark Defence liege unterhalb von zehn Prozent. Seibel hatte mit zwei Partnern im Jahr 2024 Stark gegründet, weil er mit seinem Unternehmen Quantum Systems keine Angriffswaffen produzieren konnte. Quantum stellt unbemannte Aufklärungssysteme her, die ebenfalls von der Bundeswehr getestet werden. Thiels Beteiligung an Quantum liegt laut Seibel unter fünf Prozent. Damit verfüge der Investor über keinerlei Sonderrechte oder kontrollierenden Einfluss.

Von den Grünen war im Vorfeld Kritik aufgekommen an den Plänen des Bundesverteidigungsministeriums, einem Unternehmen den Auftrag zu geben, an dem Thiel beteiligt ist. Seibel hob hervor, wie wichtig die Finanzierung durch Thiels Fonds in einer frühen Phase für die Unternehmen gewesen sei. „Er ist reingegangen, als kein anderer Europäer bereit war, uns zu finanzieren“, sagte Seibel. „Diese Doppelmoral stört mich.“

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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