Jugendliche stoßen Kontrahenten am Münchner Ostbahnhof ins Gleis – Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Alfred Ingerl
2 Minuten Lesezeit

Am Sonntagmorgen, dem 31. Mai, ereignete sich am Ostbahnhof in München eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen, bei der ein 18-Jähriger in den Gleisbereich gestoßen wurde. Zeugen griffen ein und trennten die alkoholisierten Beteiligten bis zum Eintreffen der Bundespolizei.

Auseinandersetzung eskaliert am Bahnsteig

Gegen 5 Uhr informierte das Polizeipräsidium München die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion über den Vorfall am Ostbahnhof. Nach ersten Ermittlungen gerieten vier Jugendliche bereits in einer S-Bahn der Linie S8 verbal aneinander. Nach Ankunft am Bahnhof verlagerte sich der Streit auf den Bahnsteig an Gleis 5, wo es zu körperlichen Angriffen zwischen den Jugendlichen kam. Ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Landshut und sein 18-jähriger Begleiter aus dem Landkreis Ebersberg stießen einen 18-jährigen Kontrahenten aus dem Münchner Landkreis ins Gleis. Anschließend wurde berichtet, dass die beiden Jugendlichen dem Gestürzten gegen den Kopf traten, als dieser versuchte, wieder auf den Bahnsteig zu gelangen.

Zeugen schreiten ein und Polizei ermittelt

Drei 18-jährige Zeugen trennten die Beteiligten, bis die Bundespolizisten eintrafen. Ein vierter, unbekannter Jugendlicher, ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt, konnte zuvor flüchten. Die Bundespolizei nahm die Jugendlichen zur Sachverhaltsaufklärung mit ins Revier und verständigte die Erziehungsberechtigten des 17-Jährigen. Freiwillige Atemalkoholtests ergaben bei dem 17-Jährigen 1,59 Promille, bei seinem Begleiter 1,81 Promille und bei dem 18-Jährigen aus dem Landkreis München 1,92 Promille.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Alle Beteiligten erlitten leichte Verletzungen, lehnten aber ärztliche Behandlung ab. Die Staatsanwaltschaft München I verzichtete auf eine Blutentnahme und eine Vorführung beim Haftrichter. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen freigelassen. Die Bundespolizei ermittelt gegen den 17-Jährigen und seinen Begleiter wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, während der 18-Jährige aus dem Landkreis München sich wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten muss. Die Identität des vierten Jugendlichen ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.