„Keyless-Go“-Diebstähle in der Oberpfalz: Polizei warnt vor Signalverlängerung und gibt Schutz-Tipps

Die sogenannte „Keyless-Go“-Technologie macht den Alltag vieler Autofahrer komfortabler – sie wird jedoch auch von Kriminellen ausgenutzt. Ein aktuelles Video zeigt, wie Täter vorgehen und wie sich Fahrzeugbesitzer mit einfachen Maßnahmen wirksam schützen können.

Diebstahlzahlen bleiben stabil

Die Diebstähle von Kraftfahrzeugen mit der „Keyless-Go“-Technologie schwanken zwar von Jahr zu Jahr, bewegen sich jedoch seit einigen Jahren auf einem vergleichbaren Niveau in der Oberpfalz. Aus polizeilicher Sicht besteht daher kein Anlass zur Sorge aufgrund außergewöhnlich hoher Fallzahlen. Dieses Jahr kam es jedoch bereits zu mehreren Fällen – außerdem haben diese Delikte eine besondere Bedeutung: Häufig handelt es sich um hochwertige Fahrzeuge, wodurch bereits einzelne Taten einen sehr hohen Vermögensschaden verursachen können. Mit Aufmerksamkeit und einfachen Schutzmaßnahmen lassen sich viele dieser Fälle verhindern.

So funktioniert „Keyless-Go“-Diebstahl

Beim „Keyless-Go“-Diebstahl nutzen Täter die gleichnamige Technologie moderner Fahrzeuge aus. Diese ermöglicht es, das Fahrzeug zu öffnen und zu starten, ohne den Schlüssel aktiv in die Hand zu nehmen. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Schlüssel erfolgt dabei über Funksignale. Genau hier setzen Kriminelle an: Mit spezieller Technik fangen sie das Signal des Schlüssels ab oder manipulieren die Funkverbindung.

Signalverlängerung als Methode

Täter nutzen sogenannte Signalverlängerer. Diese Geräte empfangen das Funksignal des Fahrzeugschlüssels – selbst wenn sich dieser beispielsweise im Haus befindet – und verlängern es bis zum Fahrzeug. Für das Auto wirkt es dann so, als sei der Schlüssel in unmittelbarer Nähe.

Typische Vorgehensweise:

  • Täter positionieren sich in der Nähe von Wohnhäusern oder dem Standort des Fahrzeugs.
  • Das Signal des Schlüssels wird mit technischen Geräten abgefangen und verlängert.
  • Das Fahrzeug erkennt den „weitergeleiteten“ Schlüssel und lässt sich öffnen und starten.

Um solchen Diebstählen vorzubeugen, empfiehlt die Oberpfälzer Polizei mehrere Schutzmaßnahmen:

  • Signalabschirmung: Funkschlüssel möglichst in speziellen Faraday’schen Taschen oder Schutzhüllen aufbewahren, die Funksignale blockieren.
  • Funkschlüssel-Platz: Funkschlüssel innerhalb von Gebäuden nicht in der Nähe von Außentüren, Außenwänden und Fenstern aufbewahren.
  • Deaktivierung „Keyless-Go“: Lesen Sie in der Betriebsanleitung nach, ob sich das System deaktivieren lässt. Teilweise können Sie dies mit zweimaligem Druck auf die Schließentaste des Schlüssels, teilweise über das Menü im Mittelbildschirm und manchmal auch nur in der Werkstatt. Bei manchen Modellen ist eine Deaktivierung nicht möglich.
  • Garage nutzen: Wenn möglich, sollte das Fahrzeug in einer abschließbaren Garage oder Unterstellmöglichkeit abgestellt werden – insbesondere nachts.

Ein begleitendes Video zeigt anschaulich, wie Täter beim „Keyless-Go“-Diebstahl vorgehen und wie schnell ein Fahrzeug auf diese Weise entwendet werden kann. Ziel ist es, Fahrzeugbesitzer für die Vorgehensweise der Täter zu sensibilisieren und ihnen einfache Möglichkeiten zur Prävention aufzuzeigen.

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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