Körperverletzung bei Fußballspiel in Königsbrunn – Partie abgebrochen

Königsbrunn – Bei einem Fußballspiel am Samstagnachmittag (04.04.2026) ist es in Königsbrunn zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Spielern gekommen. Die Partie wurde kurz vor Schluss abgebrochen.

Gegen 15:00 Uhr kam es während des Spiels zwischen einer Mannschaft aus Königsbrunn und einem Team aus Augsburg zu einem Zwischenfall. Auslöser war ein Foul an einem Spieler der Gastmannschaft, der daraufhin in den Bereich der Ersatzbank der Königsbrunner Spieler stürzte.

Als der 41-jährige Spieler aus Augsburg wieder aufstand, schlug er nach bisherigen Erkenntnissen unvermittelt einem 21-jährigen Spieler aus Königsbrunn, der sich auf der Ersatzbank befand, mit der Faust ins Gesicht. Der junge Mann erlitt dabei eine leichte Verletzung am linken Auge.

Der Schiedsrichter reagierte umgehend und brach die Begegnung in der 87. Spielminute ab.

Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung gegen den beteiligten Spieler. Weitere Angaben zum Spielverlauf oder möglichen Konsequenzen im sportlichen Bereich lagen zunächst nicht vor.

Verein widerspricht Polizeidarstellung

Nach Veröffentlichung unseres bisherigen Berichts auf Grundlage des Polizeiberichts hat sich der SV Gold-Blau Augsburg e.V. nun mit einer abweichenden Darstellung zu Wort gemeldet.

Der Abteilungsleiter Fußball, der nach eigenen Angaben vor Ort war, schildert den Beginn der Situation anders: Demnach sei ein 41-jähriger Spieler des SV auf Höhe der Königsbrunner Ersatzbank mit erheblicher Wucht von einem Gegenspieler gestoßen worden. In der Folge sei dieser in den Bereich der Ersatzbank beziehungsweise Ersatzkabine gestürzt und dort mit weiteren Personen kollidiert.

In der unmittelbaren Folge habe sich laut Verein eine unübersichtliche und schnell eskalierende Situation entwickelt. Mehrere Spieler der Heimmannschaft – sowohl von der Ersatzbank als auch aus deren Umfeld – seien auf den gestürzten Spieler zugegangen.

Der SV Gold-Blau Augsburg verweist zudem darauf, dass der gesamte Vorfall durch die Videoanlage der Heimmannschaft aufgezeichnet worden sein soll. Dieses Material könne aus Sicht des Vereins zur objektiven Klärung beitragen.

Zum Zeitpunkt des Geschehens habe der SV deutlich mit 5:1 geführt. Eine dadurch möglicherweise aufgeheizte Stimmung dürfe jedoch nach Auffassung des Vereins keine Rechtfertigung für die Eskalation sein.

Der Verein betont, für Fairness und Respekt zu stehen, und fordert eine vollständige und sachliche Aufarbeitung unter Einbeziehung aller verfügbaren Beweise. Weitere Stellungnahmen sollen erst nach Abschluss der Ermittlungen erfolgen. 

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