Der Landkreis Günzburg setzt seine Förderung junger Medizintalente fort: Mit Hannah Weikert aus Jettingen-Scheppach und Leni Belle aus dem baden-württembergischen Satteldorf starten zwei neue Stipendiatinnen im Herbst ihr Medizinstudium an der renommierten Semmelweis-Universität in Budapest. Beide teilen denselben Traum – Ärztin zu werden – und haben sich mit großem Engagement für das begehrte Stipendium qualifiziert.
„Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr zwei talentierten jungen Menschen auf ihrem Weg zum Arztberuf unterstützen können“, betont Landrat Hans Reichhart. „Gleichzeitig sichern wir damit die ärztliche Versorgung bei uns in der Region.“
Engagement und Praxiserfahrung als Fundament
Hannah Weikert bringt bereits vielfältige Erfahrungen aus dem Rettungsdienst mit. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Rettungsdienst der Stadt Augsburg und ließ sich dort zur Rettungssanitäterin ausbilden. Auch ehrenamtlich engagiert sie sich beim Roten Kreuz in Burgau. „Meine bisherigen Erfahrungen haben mich darin bestärkt, diesen Weg zu gehen“, sagt sie. „Ich habe mich mit Überzeugung für das Stipendium des Landkreises Günzburg beworben. Nun kann ich meinen Berufswunsch, Ärztin zu werden, verwirklichen.“
Auch Leni Belle bringt medizinische Vorerfahrung mit: Sie war im Klinikum Crailsheim auf der Interdisziplinären Intensivstation tätig. „Es war mein Kindheitstraum, Ärztin zu werden. Das Praxisjahr hat mir nicht nur Freude bereitet, sondern meinen Wunsch noch bestärkt. Mein Herz schlägt dafür, Menschen zu helfen. Ich freue mich, diese Chance zu erhalten und meinen Traum nun verwirklichen zu dürfen.“
Stipendium als Investition in die medizinische Zukunft der Region
Das Stipendienprogramm des Landkreises Günzburg wurde 2024 ins Leben gerufen. Es übernimmt die Studiengebühren in Höhe von 9.150 Euro pro Semester für die volle Dauer des sechsjährigen Medizinstudiums in Budapest. Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiatinnen, nach dem Studium mindestens fünf Jahre im Landkreis Günzburg ärztlich tätig zu sein.
Das Ziel: dem zunehmenden Ärztemangel in ländlichen Regionen aktiv entgegenzuwirken – mit langfristig ausgebildeten Kräften aus der Region für die Region.


