Papst warnt zu Ostern vor Gleichgültigkeit gegenüber Kriegsopfern

Papst Leo XIV. hat den Gläubigen zu Ostern den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis) gespendet. Die Formel wird nur zu feierlichen Anlässen verwendet – üblicherweise zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl. Sie gilt als wichtigster Segen der katholischen Kirche.

Papst Leo XIV. am 05.04.2026, Isabella Bonotto/AA/Abaca/ddp via dts Nachrichtenagentur

Zu der traditionellen Ostermesse fanden sich am Sonntag wie in jedem Jahr Zehntausende Gläubige auf dem Petersplatz in Rom ein. In seiner Osterbotschaft warnte der Papst vor Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern der zahlreichen gewalttätigen Konflikte in der Welt. „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder“, sagte der Papst. „Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden. Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern für einen durch Dialog. Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen.“

„Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gewöhnen. Wir befinden uns damit ab und werden gleichgültig“, so Leo. „Gleichgültig gegenüber dem Tod Tausender Menschen. Absolut gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen, und gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle spüren.“ Es gebe eine immer „ausgeprägtere Globalisierung der Gleichgültigkeit“. Der Papst rief deshalb dazu auf, „alle Streitlust und jeden Wunsch nach Dominanz und Macht hinter uns“ zu lassen.

Geprägt ist das Osterfest in diesem Jahr vor allem von den Eindrücken des Krieges im Nahen Osten. Bereits in der Messe zur Osternacht hatte Leo zu Einheit und Frieden in der Welt aufgerufen. Er warb für Engagement, „damit überall und immer auf der Welt die österlichen Gaben der Eintracht und des Friedens wachsen und gedeihen“.

Für Papst Leo XIV. ist es das erste Osterfest als Oberhaupt der katholischen Kirche, nachdem im vergangenen Jahr noch der damals sichtlich geschwächte Papst Franziskus kurz vor seinem Tod die Aufgabe ein letztes Mal übernommen hatte.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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