Polizeipräsidium Schwaben Nord startet Aktionsjahr gegen Antisemitismus mit Ausstellungen und Fortbildungen

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord engagiert sich auch in diesem Jahr wieder aktiv im Kampf gegen Antisemitismus. Im Rahmen der Initiative “Polizei gegen Antisemitismus” werden zahlreiche Veranstaltungen für Polizeibeamte und -angestellte angeboten. Seit 2024 wurden verschiedene Fortbildungsformate realisiert, darunter Veranstaltungen zu “Polizei in der NS-Zeit” sowie “Jüdisches Leben in Augsburg”.

Wanderausstellung “Antisemitismus in Bayern – Judenhass heute” eröffnet

Am Donnerstag, den 12. März 2026, eröffnete Polizeipräsident Martin Wilhelm die Wanderausstellung “Antisemitismus in Bayern – Judenhass heute”. Diese wurde von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) zusammengestellt und durch die Ausstellung der Stadt Augsburg “Die Stadt ein Feuermeer” ergänzt. Zu den geladenen Gästen zählten u.a. Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D. und Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben, und Barbara Schretter, Regierungspräsidentin von Schwaben. Die Ausstellung zielt darauf ab, das Bewusstsein für die gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus zu schärfen und das Verständnis für jüdisches Leben in Bayern zu fördern. In Zeiten bedrohter Roller Schutz und Sicherheit ist es umso wichtiger, eine klare Position gegen Antisemitismus zu beziehen und die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Die Veranstaltung bot zudem eine Plattform für Diskussionen über Strategien zur Bekämpfung von Vorurteilen und zu einer respektvollen coexistierenden Gemeinschaft.

Veranstaltungen zur Bekämpfung von Antisemitismus

Für die Führungskräfte der Polizeidienststellen werden “World Cafés” organisiert, um einen offenen Austausch mit den Beauftragten gegen Hasskriminalität des BLKA zu ermöglichen. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet E 3 – Kriminalitätsbekämpfung – und dem BLKA Selbstbehauptungskurse für Mitglieder der jüdischen Gemeinde angeboten. Weitere Veranstaltungen sind ein Vortrag zum Thema “Sicherheitsempfinden und Antisemitismus” bei der IKG Schwaben – Augsburg.

Podiumsdiskussion und Benefizkonzert als Höhepunkte

Ein Höhepunkt des Jahres wird die Podiumsdiskussion “Drei Staatsgewalten gegen Antisemitismus” mit Oberstaatsanwalt Andreas Franck, dem Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz. Den Abschluss der Veranstaltungen bildet das Benefizkonzert des Polizeiorchesters Bayern zugunsten der Synagoge Augsburg am 25. Oktober 2026. Zusätzlich wird die Podiumsdiskussion auch die Herausforderungen thematisieren, die sich aus der Autozerstörung in Lechhausen ergeben, die die lokale Gemeinschaft stark betroffen hat. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und gemeinsam gegen diese gefährlichen Tendenzen vorgehen. Durch die Veranstaltungen setzen wir ein Zeichen für Toleranz und Verständnis.

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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