Raketenangriff aus dem Iran auf deutsches Feldlager in Jordanien

Das deutsche Feldlager im jordanischen al-Azraq ist in der Nacht zu Montag offenbar mit ballistischen Raketen aus dem Iran angegriffen worden. Nach “Spiegel”-Informationen wurde auch der deutsche Teil des jordanischen Luftwaffenstützpunktes, auf dem auch die U.S. Air Force stationiert ist, getroffen.

Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Da sich die deutschen Soldaten zur Zeit der Attacke in den Schutzräumen befanden, kam es nicht zu Personenschäden. Bisher ist nicht klar, ob die Raketen auf der Basis einschlugen oder ob Trümmerteile von zuvor durch die Flugabwehr abgefangenen Geschossen auf dem Militärgelände niedergingen.

Die Bundeswehr ist seit Jahren fest in al-Azraq stationiert, von dort aus unterstützt die Luftwaffe eine internationale Anti-Terror-Koalition mit Tankflugzeugen. Wegen der eskalierenden Lage im Nahen Osten hatte die Bundeswehr das Personal vorsorglich reduziert, eigentlich war dort eine niedrige dreistellige Zahl von Soldaten stationiert.

Die Bundeswehr hat derzeit in al-Azraq zwei A400M der Luftwaffe in Bereitschaft, um im Falle einer Evakuierungsoperation schnell reagieren zu können.

Wie groß die Schäden durch die Einschläge sind, war am Montag zunächst unklar. Ein Sprecher des zuständigen Operativen Führungskommandos bestätigte auf Anfrage des “Spiegel” lediglich, dass es in der Nacht einen Angriff gab, der Vorfall werde gerade intern untersucht.

Anzeige
DTS Nachrichtenagentur
DTS Nachrichtenagentur
Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

Meistgelesen

Polizei sucht vermissten Mann aus Augsburg

Seit dem 30. April 2026 wird in Augsburg ein 29-jähriger Mann vermisst. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten.

Stadt Augsburg klagt gegen Bäuerle Ambulanz

Die Stadt Augsburg geht juristisch gegen einen ehemaligen Dienstleister...

Tankstellenpreise fallen deutlich

Die Tankstellenpreise in Deutschland sind zum 1. Mai deutlich gefallen - aber vorerst wie befürchtet nicht im Umfang des gesamten sogenannten "Tankrabatts".

Tödliche Borna-Virus-Infektion im Unterallgäu

Im Landkreis Unterallgäu ist ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem seltenen Borna Disease Virus 1 gestorben. Die Behörden informieren über Risiken und Schutzmaßnahmen.

Polizeibericht Augsburg vom 30.04.2026

Hier lesen Sie den Polizeibericht Augsburg von heute