Seniorin in Fürth Opfer von Schmuckbetrug durch falschen Gerichtsmitarbeiter

Am Mittwochabend, den 18. März 2026, wurde eine Seniorin aus Poppenreuth, einem Stadtteil von Fürth, Opfer eines Trickbetrugs. Eine Kriminalpolizei-Ermittlung ist im Gange, um den Täter zu finden.

Vermeintlicher Arzt fordert Kaution

Gegen 18:20 Uhr erhielt die 82-jährige Frau einen Anruf von einem angeblichen Arzt. Dieser erzählte ihr, dass ihr Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Zur Abwendung der Haftstrafe müsse sie eine Kaution in Form von Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen zahlen. Durch eine geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger, die Seniorin von der Echtheit der Forderung zu überzeugen.

Übergabe des Schmucks an falschen Gerichtsmitarbeiter

Ein vermeintlicher Mitarbeiter des Gerichts holte später den Schmuck direkt bei der Frau zu Hause ab. Der Wert des übergebenen Schmucks beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro. Bislang ist keine nähere Beschreibung des Abholers verfügbar.

Polizei ermittelt

Eine sofort eingeleitete Fahndung, auch unter Einsatz eines Polizeihubschraubers, blieb bisher erfolglos. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken hat am Tatort mit Spurensicherung begonnen. Das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zeugen, die am Mittwochabend zwischen 18:20 Uhr und 19:45 Uhr in der Nähe der Hans-Vogel-Straße, Hans-Böckler-Straße oder Poppenreuther Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112 3333 beim Kriminaldauerdienst zu melden.

Erstellt durch: Michael Sebald

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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