Der Landkreis Unterallgäu hat bei einer Spar-Klausur ein Einsparpotenzial von rund einer halben Million Euro ermittelt. Im Mittelpunkt standen freiwillige Leistungen des Landkreises.
Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen des Unterallgäuer Kreistags berieten gemeinsam mit Landrat Alex Eder, bei welchen Ausgaben Spielräume bestehen. Dabei ging es um Leistungen, deren konkrete Ausgestaltung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. „Hier haben wir Spielräume bei der Finanzierung“, sagte Eder.
Die zusammengetragenen Maßnahmen sollen nun in den Haushaltsentwurf einfließen. Einige Vorschläge müssen zuvor noch in den zuständigen Gremien beschlossen werden. Eder sprach von einer konstruktiven Zusammenarbeit: „Wir haben alle an einem Strang gezogen. Zwar waren wir nicht überall einer Meinung, aber haben gemeinsam gute Lösungen erarbeitet.“
Bezirksumlage steigt innerhalb von zwei Jahren um 18 Millionen Euro
Ein Grund für den Spardruck ist die gestiegene Bezirksumlage. Sie erhöhte sich für den Landkreis Unterallgäu innerhalb der vergangenen zwei Jahre um rund 18 Millionen Euro; eine weitere Steigerung wird erwartet. Mit den Einsparungen sollen die Auswirkungen auf die Kreisumlage gedämpft und die Gemeinden finanziell entlastet werden, die den Kreishaushalt über diese Umlage mitfinanzieren.
Spürbar werden die Entscheidungen nach Angaben des Landkreises unter anderem für Institutionen, Vereine und engagierte Menschen im Unterallgäu. Auch die Beschäftigten des Landratsamts sind betroffen. Dazu sollen in nächster Zeit weitere Gespräche geführt werden. Eder sagte, die Entscheidungen seien schwierig, spürbar und für manche unverständlich, der Landkreis müsse jedoch „den Gürtel enger schnallen“.
Die Beratungen über den Unterallgäuer Kreishaushalt beginnen am 16. November in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus.
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