Zoo Augsburg aktuell | Ein tierisch spannender Rückblick

Der Frühling bringt nicht nur neues Leben in den Gehegen, sondern auch jede Menge erfreuliche Neuigkeiten aus dem Zoo Augsburg. Rekordverdächtige Besucherzahlen im April, niedlicher Nachwuchs bei gleich mehreren Tierarten und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm sorgten für echte Highlights. Diese Ausgabe von Zoo Augsburg aktuell steckt voller Geschichten, die zeigen: Im Zoo Augsburg ist immer etwas los – spannend, lebendig und voller Emotionen.

Die jungen Wilden

Eine echte Überraschung war die Geburt eines Plumploris. Der Vater Koba war erst im September aus Dubai nach Augsburg gekommen und wurde nach seiner Quarantäne im Oktober mit dem Nachzuchtweibchen Clooney vergesellschaftet. Offenbar hat es sofort gefunkt: „Da muss es dann wohl Liebe auf den ersten Blick gewesen sein.“ Die beiden kümmern sich rührend um ihren Nachwuchs, der sich bisher prächtig entwickelt.

Freude herrschte auch bei den Waldrentieren – wenn auch mit einem kleinen Anfangshindernis. Zwar zeigte sich das Muttertier sofort sehr fürsorglich, ließ das Säugen jedoch zunächst nicht zu. Inzwischen hat sich alles normalisiert und Mutter und Jungtier erkunden bereits gemeinsam die Außenanlage.

Waldrentier – Katharina Werner

Wie jedes Jahr pünktlich zur Frühlingszeit gab es auch bei den Nasenbären wieder Nachwuchs. Rund elf Jungtiere wurden von zwei Weibchen zur Welt gebracht. Eine genaue Zählung steht allerdings noch aus, denn: „Derzeit liegen sie alle in einem Knäuel in den Häusern“ – da fällt das Zählen schwer.

Auch bei den kleineren Bewohnern des Zoos gab es Zuwachs: Zwei Himmelblaue Zwergtaggeckos sind geschlüpft – eine gute Nachricht für die Erhaltungszucht dieser seltenen Art. Zudem freuen sich die Vogelpfleger über zwei frisch geschlüpfte Schmalschnabelstare.

Die Neuzugänge

Die beiden Bartagamen haben kürzlich das Reptilienhaus verlassen und sind in das Gebäude der ehemaligen Zooschule umgezogen. Der neu gewonnene Platz wurde sofort genutzt: Zwei Stachelschwanzskinke konnten in das bisherige Gehege der Bartagamen einziehen. Mit ihrer markanten Panzerung und dem robusten Schwanz sind sie eine spannende Bereicherung für das Reptilienhaus.

Stachelschwanzskink – Peter Bretschneider

Auch im Vogelbereich gibt es Zuwachs: Aus dem Zoo Leipzig kamen vier Chinesische Zwergwachteln nach Augsburg. Zwei Textorweber wurden aus dem Zoo Berlin übernommen – bekannt für ihr kunstvolles Nestbauverhalten. Außerdem wurde ein Fukien-Waldrebhuhn von einem privaten Halter in den Bestand aufgenommen.

Die Abgänge

Zwei weibliche Alpakas haben eine neue Heimat im Tierpark Hoyerswerda gefunden. Der Umzug soll zur Erweiterung der dortigen Neuweltkameliden-Gruppe beitragen. Für die Tiere bedeutet das ein neues Umfeld mit besten Haltungsbedingungen.

Auch kleinere Tierarten traten die Reise in andere Zoos an: 20 Exemplare der seltenen Nui Chua Stabschrecke wurden an den Zoo Zürich übergeben, wo sie Teil eines speziellen Insektenprojekts werden. Ein weibliches Erdmännchen aus Augsburg lebt nun im Zoo Zagreb und wird dort in eine bestehende Gruppe integriert.

Gleich mehrere Vogelarten wurden ebenfalls in neue Einrichtungen abgegeben. Eine Schellente sowie drei Moorenten fanden im Zoo Kronberg ein neues Zuhause. Eine Dolchstichtaube wurde dem Zoo Magdeburg übergeben, während eine Waaliataube nun im Tierpark Recklinghausen lebt.

Die Trauerfälle

Neben vielen erfreulichen Entwicklungen gehören im Zooalltag leider auch traurige Nachrichten dazu. In den vergangenen Wochen musste sich der Zoo Augsburg von mehreren Tieren verabschieden – teils aufgrund hohen Alters, teils infolge natürlicher Ursachen. Ein weiblicher Pavian ist nach einem langen Leben altersbedingt verstorben. „Solche Verluste sind immer traurig, aber auch Teil eines natürlichen Lebenszyklus, den wir im Zoo begleiten“, heißt es aus dem Tierpflegerteam.

Auch bei anderen Tierarten gab es Todesfälle: Eine Elritze ist verstorben, ebenso eine Nachzucht bei den Himmelblauen Zwergtaggeckos. Gerade bei sehr jungen oder empfindlichen Tieren kann es trotz sorgfältiger Pflege immer wieder zu Verlusten kommen. Im Vogelbereich musste der Zoo gleich von mehreren Tieren Abschied nehmen: Zwei Kormorane, eine Inkaseeschwalbe, eine Bahamaente, eine Schellente und ein Balistar sind verstorben. „Gerade bei älteren oder empfindlichen Vögeln sind Todesfälle leider nicht immer zu vermeiden“, so die Zooleitung.

Bauvorhaben

Ein bedeutender Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Zoo Augsburg ist erreicht: Der symbolische Spatenstich für die neue Himalaya-Anlage ist erfolgt. Damit beginnt offiziell der Bau eines weiteren Leuchtturmprojekts, das zukünftig seltene Tierarten aus dem Hochgebirge beheimaten soll.

Spatenstich für die neue Himalaya-Anlage – Peter Bretschneider

Vorzeitiger Baubeginn genehmigt

Mit dem Spatenstich geht auch die erfreuliche Nachricht einher, dass die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn erteilt wurde. Damit können die Arbeiten planmäßig anlaufen, noch bevor alle formellen Genehmigungsverfahren vollständig abgeschlossen sind.

Detaillierter Zeitplan steht

Der Zoo Augsburg arbeitet bereits mit einem konkreten Bauzeitenplan. Die Ausschreibungen für Bauleistungen sind inzwischen verschickt worden, die ersten Auftragsvergaben sind für Juni vorgesehen. „Es ist wichtig, dass wir diesen Zeitplan einhalten können – denn so lassen sich Verzögerungen möglichst vermeiden“, so die Projektverantwortlichen.

Fertigstellung bis Sommer 2026 geplant

Nach aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten rechtzeitig vor den Sommerferien 2026 abgeschlossen sein. Damit könnte die neue Anlage pünktlich zur Hauptsaison eröffnet werden – und ein weiteres attraktives Highlight im Zoo Augsburg bieten.

 

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