Zweitägiger Warnstreik legt Nahverkehr in Augsburg weitgehend lahm

Ein zweitägiger Warnstreik wird am Freitag, 27., und Samstag, 28. Februar, voraussichtlich weite Teile des öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg zum Stillstand bringen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Stadtwerke Augsburg (swa) im Rahmen der laufenden Tarifauseinandersetzungen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Gründe für den Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr liegen in den Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen. Die Gewerkschaft ver.di erhofft sich durch diese Maßnahmen eine deutliche Verbesserung der Situation für die Mitarbeiter und eine Rücknahme geplanter Einschnitte. Pendler und Reisende sollten sich auf erhebliche Einschränkungen und mögliche Ausfälle im Nahverkehr einstellen.

Nach Erfahrungen aus früheren Streiktagen ist damit zu rechnen, dass Busse und Straßenbahnen im Stadtgebiet nur sehr vereinzelt verkehren. Ein regulärer oder verlässlicher Notfahrplan kann aufgrund der ungewissen Streikbeteiligung nicht angeboten werden. Zum Streik aufgerufen sind alle Beschäftigten und Auszubildenden im Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) – darunter Fahrpersonal, Werkstattmitarbeitende sowie Beschäftigte in der Verkehrslenkung.

Spiele von FC Augsburg und Augsburger Panther im Fokus

Eine besondere Herausforderung stellt der Freitagabend dar: Dann stehen Erstliga-Spiele des FC Augsburg in der Fußball-Bundesliga sowie der Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey Liga an. Aufgrund des erwarteten Besucherandrangs laufen derzeit noch Abstimmungen zwischen Vereinen und Ordnungsbehörden, um die Verkehrssituation rund um die Veranstaltungsorte zu koordinieren. Zusätzlich werden auch die Augsburgs Witterungsbedingungen im Fokus stehen, da unerwartete Wetterumschwünge die Anreise der Zuschauer beeinflussen könnten. Die Verantwortlichen planen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit aller Gäste zu gewährleisten und einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu ermöglichen. Ein intensiver Austausch zwischen den Wetterdiensten und den Veranstaltern soll sicherstellen, dass mögliche Verzögerungen rechtzeitig kommuniziert werden.

Nur wenige Linien könnten fahren

Anders als in größeren Städten – etwa München – sind in Augsburg nur wenige Buslinien an externe Unternehmen vergeben. Diese sind vom Streik nicht betroffen. Voraussichtlich bedient werden könnten daher:

  • Stadtteillinie 21 (Bärenkeller)

  • Linie 38 (Göggingen/Inningen/Bergheim)

  • teilweise die Linien 24/25 (Haunstetten)

Ein kurzfristiger Einsatz externer Fahrer oder Busse auf swa-Linien ist nach Angaben der Stadtwerke nicht möglich. Gründe sind fehlende technische Ausstattungen der Fahrzeuge sowie umfangreiche Schulungsanforderungen für das Personal.

Fahrgäste sollen Alternativen nutzen

Die swa bitten Fahrgäste, wenn möglich auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Dazu zählen insbesondere Buslinien des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbunds (AVV) sowie Regionalbahnen. Allerdings ist dort mit einem deutlich erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen.

swabi-Räder an Streiktagen kostenlos

Als Alternative stellen die swa ihr Leihradsystem „swabi“ kostenlos zur Verfügung. Die gesamte Flotte von 940 Fahrrädern – darunter auch E-Bikes – kann an beiden Streiktagen kostenfrei genutzt werden.

Bestands- und Neukunden können über die swabi-App ein Fahrrad per QR-Code entsperren. Jede Fahrt bis zu 30 Minuten ist beliebig oft am Tag kostenfrei. Nach Fahrtende muss das Rad an einer in der App ausgewiesenen Station abgestellt und ordnungsgemäß abgeschlossen werden. Auch weitere Angebote wie swa Carsharing oder das Ridesharing-System swaxi stehen zur Verfügung.

Aktuelle Informationen zum Stand der Tarifverhandlungen veröffentlicht der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern auf seiner Website.

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