Ein technischer Defekt in der Brauerei Schimpfle in Gessertshausen hat am Freitagvormittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Aus einer Anlage im Keller der Brauerei trat Ammoniak aus, was nicht nur zu einer Verletzung, sondern auch zu einer stundenlangen Sperrung der Bundesstraße B 300 führte.
Wie sich später herausstellte, entstand der Zwischenfall durch einen technischen Defekt während des Betriebs einer Anlage im Kellerbereich der Brauerei. In der Folge trat Ammoniak aus, dessen Geruch auch in der näheren Umgebung deutlich wahrnehmbar war. Ein Mann erlitt dabei einen sogenannten Gefrierbrand – eine schwere Kältereaktion auf der Haut – und musste zur weiteren medizinischen Versorgung ins Universitätsklinikum Augsburg gebracht werden.
Großeinsatz mit umfangreichen Sperrungen
Um das gefährliche Gas einzudämmen und sicher zu entfernen, rückten spezialisierte Feuerwehrkräfte an. Die angrenzende Bundesstraße B 300 wurde während der Einsatzarbeiten in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.
Entwarnung am späten Nachmittag
Gegen 17:00 Uhr konnte im Gebäude nur noch eine geringe Konzentration von Ammoniak festgestellt werden. Die Feuerwehr gab daraufhin die betroffene Fahrbahn sowie die angrenzende Umgebung wieder frei. Der Einsatz konnte schließlich ohne weitere Zwischenfälle beendet werden.


