Bobingen – Ein heruntergefallenes Navigationsgerät hat am Samstagnachmittag in Bobingen offenbar einen schweren Verkehrsunfall ausgelöst. Ein Audi geriet auf der Haunstetter Straße in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem Ford. Drei Menschen wurden verletzt, beide Fahrzeuge erlitten Totalschaden.
Der Unfall ereignete sich am Samstag, 8. August 2026, gegen 13.40 Uhr auf der Haunstetter Straße. Eine 74-Jährige war nach Angaben der Polizei mit ihrem Audi in Richtung Bobingen unterwegs, als sich ihr mobiles Navigationsgerät aus der Halterung löste und herunterfiel.
Die Autofahrerin versuchte daraufhin, das auf ihrem Schoß liegende Gerät zu bedienen. Dabei bemerkte sie offenbar nicht, dass ihr Wagen zunehmend nach links auf die Gegenfahrbahn geriet.
Zur gleichen Zeit kam ihr ein 32-Jähriger mit einem Ford entgegen. Als der Audi immer weiter auf seine Fahrspur geriet, versuchte der Mann noch auszuweichen. Einen Zusammenstoß konnte er jedoch nicht mehr verhindern.
Verkehrsschild stürzt auf Ford
Der Audi prallte mit der linken Fahrzeugfront gegen die rechte Front des entgegenkommenden Ford. Durch die Wucht des Zusammenstoßes drehte sich der Audi auf der Fahrbahn und kam schließlich entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen.
Der Ford wurde nach rechts abgewiesen und prallte gegen einen großen Wegweiser. Das Verkehrsschild stürzte durch die Kollision um und landete auf dem Dach des Autos.
Trotz des heftigen Unfallgeschehens ging der Zusammenstoß vergleichsweise glimpflich aus. Die 74-Jährige sowie der 32-jährige Ford-Fahrer und dessen Beifahrerin wurden nach ersten Erkenntnissen lediglich leicht verletzt. Alle drei kamen vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.
An beiden Autos entstand nach Angaben der Polizei wirtschaftlicher Totalschaden. Auch der Wegweiser wurde erheblich beschädigt. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest, dürfte sich jedoch im mittleren fünfstelligen Eurobereich bewegen.
Die Haunstetter Straße musste wegen der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten teilweise für rund zwei Stunden gesperrt werden. Gegen die 74-jährige Audi-Fahrerin wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

