Audi-Gewinn bricht um 87 Prozent ein – Prognose gesenkt
Ingolstadt – Audi hat im dritten Quartal nur knapp einen Verlust vermieden. Laut Handelsblatt sank der Gewinn nach Steuern auf 95 Millionen Euro – ein Rückgang um rund 87 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wegen der schwachen Entwicklung senkt der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr.
Ein Jahr zuvor hatte der Audi-Teilkonzern noch 718 Millionen Euro verdient. Zu ihm gehören neben der Kernmarke Audi auch Lamborghini, Bentley und Ducati. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, wie stark die wirtschaftliche Krise die Ingolstädter inzwischen belastet.
Auch Neunmonatsbilanz fällt deutlich schwächer aus
In den ersten neun Monaten erwirtschaftete der Teilkonzern einen Gewinn von 1,22 Milliarden Euro bei einem Umsatz von rund 42 Milliarden Euro. Beide Werte lagen deutlich unter dem jeweiligen Vorjahresniveau.
Das besonders schwache dritte Quartal veranlasst Audi dazu, die Erwartungen für das Gesamtjahr zurückzunehmen. Finanzvorstand Jürgen Rittersberger rechnet allerdings für das Schlussquartal wieder mit einer besseren Entwicklung. Dies lasse sich auch aus der angepassten Jahresprognose ableiten.
Döllner steht zusätzlich in der Kritik
Parallel zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten steht Audi-Chef Gernot Döllner wegen eines Auftritts mit US-Präsident Donald Trump unter Druck. Der Termin kurz vor den amerikanischen Zwischenwahlen hatte Kritik ausgelöst. Damit kommen zur angespannten Geschäftslage weitere Diskussionen um den Unternehmenschef hinzu.
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