Der Landkreis Donau-Ries bleibt weiterhin schuldenfrei

Der Landkreis Donau-Ries wird auch im Jahr 2023 schuldenfrei bleiben. Zudem fällt die Großbaumaßnahme am Schulzentrum Rain voraussichtlich günstiger aus als ursprünglich vorgesehen.

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Foto: Dominik Mesch

Der Landkreis Donau-Ries hat es im Jahr 2017 als erster Landkreis in Bayern geschafft, trotz hoher Investitionen in Infrastruktur und Schulen schuldenfrei zu sein. Dieser Weg wurde konsequent weiterverfolgt, obwohl es zuletzt erwartet wurde, wieder auf Kredite zurückgreifen zu müssen. Im aktuellen Haushalt waren aufgrund von Kostensteigerungen in verschiedenen Bereichen, insbesondere bei Baumaterial und Energiekosten, bis zu 4,9 Mio € für Kreditaufnahmen vorgesehen. Allerdings haben sich mehrere positive Entwicklungen ergeben, die dazu geführt haben, dass die Schuldenfreiheit weiterhin erhalten bleibt. Zum einen wurden ein Großteil der Mehrkosten für gestiegene Energiepreise in den regionalen Krankenhäusern vom Bund übernommen. Zum anderen blieben die Personalkosten hinter den Erwartungen zurück, werden aber im nächsten Jahr voraussichtlich stark steigen. Zudem gab es Einsparungen bei der Jugendhilfe, da bestimmte Maßnahmen von verschiedenen Trägern nicht mehr angeboten werden konnten. Die hausinterne Sparkommission, die von Landrat Stefan Rößle eingerichtet wurde, hatte ebenfalls positive Auswirkungen auf die Finanzen des Kreises. Landrat Stefan Rößle, der das Entschuldungskonzept im Jahr 2008 trotz einiger Widerstände initiiert hat, betrachtet die Entwicklung realistisch.  „Wir haben gut gehaushaltet und müssen in diesem Jahr wider Erwarten keine Schulden aufnehmen. Ob uns dies auch im kommenden Jahr gelingen kann, ist momentan noch offen.“

Neben den steigenden Personalkosten sind es allen voran die ambitionierten Investitionen in die weiterführenden Schulen, die auch 2024 zu Buche schlagen werden. Das größte Fragezeichen im kommenden Jahr steht wiederum bei den Krankenhäusern. Ohne erneute Hilfe durch den Bund für dieses Jahr wird ein Defizit in diesem Bereich unvermeidbar sein.

Die Großbaustelle Schulzentrum Rain wird voraussichtlich günstiger

Die umfangreichen Bauarbeiten am Schulzentrum Rain sind bereits weit fortgeschritten. Schon von weitem lässt sich die Größe des Komplexes erahnen.
Der moderne Neubau war ursprünglich mit 60 Millionen Euro veranschlagt, wovon der Landkreis Donau-Ries die Kosten für die Realschule und der Schulverband Rain für die Mittelschule trägt.

Da inzwischen 91 % aller Aufträge vergeben sind und die Kostenerwartungen im Rahmen liegen, wird der eingeplante Puffer, insbesondere für Preissteigerungen während der Bauphase, voraussichtlich nicht benötigt. Insgesamt liegen die geplanten Kosten damit nach derzeitigem Stand um 3 Mio. Euro unter den veranschlagten Kosten.