Hochschule Neu-Ulm baut Netzwerk mit Ersthelferinnen und -helfern für mentale Gesundheit auf

Im Einsatz für seelische Gesundheit: 13 ausgebildete Mental Health First Aid-Helferinnen und -Helfer (MHFA) der Hochschule Neu-Ulm (HNU) beraten und unterstützen Studierende und Beschäftigte bei Fragen und Anliegen rund um das psychische Wohlbefinden.Hnu Logo

Im Rahmen des Studentischen Gesundheitsmanagements bietet die HNU sogenannte Mental First Aid-Kurse an. 13 Personen – sowohl Beschäftigte als auch Studierende – haben dieses Angebot schon genutzt, ein weiterer Kurs ist bereits in Planung. „Ein gutes Zeichen!“ findet Christoph Giebeler, verantwortlich für die psychosoziale Beratung und das Studentische Gesundheitsmanagement an der Hochschule Neu-Ulm. „Je mehr Awareness wir für das Thema schaffen und je mehr Menschen wir dazu befähigen, sicher und kompetent mit anderen, die sich in mentalen Notsituationen befinden, umzugehen, desto besser gelingt es uns als Hochschul-Community, Krisen und schwierige Lebensphasen zu meistern.“

Die Gründe für eine Teilnahme an dem Kurs sind vielfältig. Eine Ansprechpartnerin für die Beschäftigten der HNU sagt: „Ich habe an der Ausbildung teilgenommen, weil ich in erster Linie für mich selbst, meine Familie, Kolleginnen und Kollegen und auch Studierende Tools bekommen wollte, wie man mental gesund bleiben kann oder sich selbst und anderen helfen kann. Ich habe in der letzten Zeit gemerkt, dass viele mit den Herausforderungen, die uns in den letzten Jahren begleitet haben, gar nicht klargekommen sind. Die Ausbildung hat mir die Grundkenntnisse vermittelt, warum Menschen auf diese Umstände so reagieren und wie man ihnen helfen kann.“

Auch für das Team des International Office der HNU ist der Kurs ein wichtiges Angebot: „Bei uns der Grund für die Teilnahme, dass wir vor und vor allem während der Corona-Zeit den Eindruck hatten, dass internationale Studierende häufiger auch mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, beispielsweise Einsamkeit, Heimweh und Ängste. Wir wollten für unsere Beratung für Anzeichen psychischer Probleme sensibilisiert sein und erste Schritte für die (Erst)-Beratung an die Hand bekommen. Tatsächlich ziehen wir jetzt häufiger auch psychische Probleme in Betracht, wenn sich internationale Studierende für uns zunächst „irrational“ verhalten.“

Auch für die Arbeit der Personalratsvorsitzenden der HNU ist der Kurs eine Bereicherung: „Belastungen am Arbeitsplatz können zur Entstehung von psychischen Erkrankungen beitragen. In meiner Funktion als Personalratsvorsitzende führe ich viele Gespräche mit Beschäftigten, klassischerweise dann, wenn Probleme oder Belastungen im Arbeitsumfeld auftreten. Durch die MHFA-Ausbildungen kann ich die Beschäftigten kompetent unterstützen, informieren und bei Bedarf zu professioneller Hilfe ermutigen.“

Knapp 30 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung leidet innerhalb eines Jahres an einer psychischen Störung. Der Hochschule Neu-Ulm ist daher wichtig, eine Anlaufstelle für Betroffene anzubieten. Je früher professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird, desto höher sind die Chancen auf Gesundung.

Weitere Informationen und Kontakte unter:

https://hnu.de/gesunde-hochschule

https://hnu.de/mhfa

https://www.mhfa-ersthelfer.de/de/was-ist-mhfa/