Die wohl kleinste Weihnachtskrippe der Welt kommt aus Augsburg

Mit einem außergewöhnlichen Projekt verabschiedet sich das Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung (AMU) der Universität Augsburg aus seinem 25-jährigen Jubiläumsjahr. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben eine vermutlich weltweite Miniatur-Bestmarke gesetzt – und dabei Wissenschaft, Kreativität und Weihnachtsfreude verbunden.

Aus reiner Experimentierfreude entstand am AMU eine Weihnachtskrippe im Mikrometermaßstab. Das nur fünf Mikrometer hohe und breite Kunstwerk – also fünf Millionstel Meter – wurde mithilfe eines fokussierten Ionenstrahls in eine hauchdünne Goldschicht auf einem winzigen Diamanten „gesputtert“. Möglich machte dies die hochpräzise FIB-Technik (Focused Ion Beam Sputtering), mit der selbst feinste Strukturen erzeugt werden können. Auf der Miniaturfläche fanden Josef, Maria, das Jesuskind, der Stall und sogar der Stern von Bethlehem Platz. Offiziell vermessen ist der Rekord zwar nicht, Chancen hätte er dennoch.

Wissenstransfer mit Praxisbezug

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 verfolgt das AMU das Ziel, naturwissenschaftlich-technisches Know-how für Industrie und Gesellschaft nutzbar zu machen. Neben Grundlagenforschung bietet das Zentrum vielfältige Analysemethoden an und arbeitet eng mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen.

„Wir blicken stolz auf eine 25 Jahre junge Erfolgsgeschichte zurück,“ sagt Dr. Timo Körner, Leiter des AMU-Bereichs Auftragsanalytik. „Was mit ein paar Auftragsanalysen und Kleinprojekten begann, ist heute zur einer interdisziplinären Plattform gewachsen. Abwechslungsreiche Themen, wie KI, Wasserstofftechnologien oder eine Zusammenarbeit mit der Medizin, werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Freuen wir uns darauf, an spannenden Vorhaben zu partizipieren und vor allem der Industrie unsere Hightech-Methoden und Expertisen weiter zugänglich zu machen.“

MINT-Bildung als zweite starke Säule

Ein weiterer Schwerpunkt des AMU ist die MINT-Bildung. Hier koordiniert das Zentrum unter anderem das Netzwerk MINT-Region A³ und begleitet Bildungsangebote von der frühen Förderung bis zur Promotion.

„Wir sind bayernweit bekannt für unsere fundierte MINT-Bildungsarbeit, die vor 12 Jahren mit der Gründung des ersten deutschen Faserverbundschülerlabors Fahrt aufgenommen hat“, erklärt Dr. Marietta Menner, Leiterin des AMU-Bereichs MINT_Bildung. „Heute werden in unserem DLR_School_Lab jährlich über 4.000 Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft, Technik und damit einhergehende Luft- und Raumfahrtforschung begeistert. Wir engagieren uns für den MINT-Forschungstransfer und freuen uns aktuelle Themen, wie quantenkritische Materialien und KI so aufzubereiten, dass die Gesellschaft daran partizipieren kann. Jüngst haben wir für diese erfolgreiche Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft den Augusta Wirtschaftspreis verliehen bekommen. Wir freuen uns auf die Zukunftsthemen und haben viele Ideen im Gepäck, diese für unsere Zielgruppen spannend aufzubereiten.“
 
 
 
 
 
 

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