Erfolgreicher Schlag gegen Schleuserbande: Internationale Zusammenarbeit führt zu Festnahmen in Prag

Alfred Ingerl
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Traunstein/Freilassing (ots) – Ein großer Erfolg gegen die organisierte Schleuserkriminalität gelang der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Bundespolizeiinspektion Freilassing. Am 21.07.2026 wurden vier mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Schleuserbande durch eine koordinierte Aktion in den frühen Morgenstunden festgenommen.

Koordinierte Festnahmen in Prag

In Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei und unter Begleitung von Ermittlern aus Deutschland und Lettland sowie der ermittelnden Traunsteiner Staatsanwältin, wurden in Prag insgesamt sieben Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Durch diese Maßnahme konnten drei Europäische Haftbefehle vollzogen werden, und eine weitere Person wurde vorläufig festgenommen. Zusätzlich sicherten die Beamten umfangreiches Beweismaterial.

Umfassende Ermittlungen seit 2024

Bereits Anfang Mai wurde ein weiteres mutmaßliches Mitglied der Schleuserorganisation in Deutschland verhaftet. Dieser Verdächtige steht ebenfalls im Zusammenhang mit Call-Center-Betrug, insbesondere Schockanrufen, bei denen ahnungslose Senioren getäuscht wurden. Die Ermittlungen der Spezialabteilung der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Bundespolizei Freilassing laufen bereits seit Frühsommer 2024. Die Bande soll zwischen Februar 2024 und Februar 2026 mindestens 32 Schleusungsfahrten organisiert haben, bei denen 349 Drittstaatsangehörige, darunter auch Kinder, in gefährlichen Bedingungen transportiert wurden.

Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit

Ein sogenanntes “Joint Investigation Team” (JIT) wurde im Sommer 2025, unter der Führung deutscher Behörden gebildet, und erleichtert die grenzüberschreitenden Ermittlungen. Die Festnahmen am 21.07.2026 erfolgten nach intensiver Planung durch die tschechischen Behörden. Über 150 Polizeibeamte und Ermittler wirkten bei dieser Aktion mit. Die erfolgreiche Kooperation der Staatsanwaltschaft Traunstein, Bundespolizei und tschechischen Polizei war entscheidend für diesen Ermittlungserfolg.

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Die Ermittlungen zu Verbindungen der Schleuserbande zu weiteren Straftaten und der Verbleib des Schleuserlohns laufen weiter. Die Behörden betonen, dass sie auch künftig hart gegen kriminelle Organisationen vorgehen werden. Es gilt die Unschuldsvermutung bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung der Beschuldigten.

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Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.